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Zweiter Band.
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Immerhin hat sich im Gebiete der Yor- und Ilochalpennaturgemäss von reinem burgundionischem Wesen viel mehrerhalten, als im Unterlande westlich der Aar und bis zuroaane h Erinnern doch, um dasjenige nicht zu wiederholen,was vom eigentlichen Oberlande gesagt ist (S. 403 ff.), im Vor-alpenlande ausser Sprachresten und Grabfunden (S. 402 f.) auchSagen an das den Gothen mehrfach verwandte Volk der Bur-gundionen. Hierher gehört die Sage von einer gothischenAnsiedlung bei Heutigen * 1 2 , sowie die von der gothischenAbstammung der Schwarzenburger und Guggisberger 3 . Und

mannos. Gewöhnlich nimmt mau Alamannos buchstäblich; vgl. JvMüller1. 350 X. 175, Ilisely in MDR. IX. 14 und Daguet S. 32 V 1. Letz-tere zwei missbrauchen diese Angabe anachronistisch. Bemerkenswerth istauch, dass ein Weiler der Pfarre Rougemont aux Allemands (Allamands)heisst, ein Ortsname, welcher auf Alamannen - Burgundionen, nicht, wie<ler von Allaman bei Aubonne (Gatschet OEP. I. 23), auf Allmendezurückzuführen ist. Dass übrigens das untere Greyerzland ausschliesslichvon Familien burgundionischer Race besetzt gewesen sei, ist eine vonDaguet S. 37 wiederholte Angabe bei Gingins S. 239, der seinerseits einerChroniksage folgt, welche schon JvMüller I. 348 als solche werthet, wo-gegen Hisely in MDR. IX. 44 f. dieselbe lediglich in der oben S. 409N. l bemerkten falschen Voraussetzung verwirft. Wenn im untern Grey-erzlande, wie Daguet a. 0. bemerkt, die (ingua romana obsiegte, so weissuian jetzt, dass'jene Gegend z. Tbl. schon von Römern bebaut gewesen.

1) Doch wäre es, selbst was letzteres betrifft, irrig zu behaupten,das dortseitige deutsche Land sei von alamannischen Colonen bevölkert,Sprache und insbesondere Bauart der Häuser seien durchaus alamanniscli(auch Kiltgang), und nur die grossen Grundbesitzer (der hohe Adel) seien viel-leicht burgundisch. So urtheilt nemlich ein Gelehrter (Wurstemberger?)ln einem hds. Marginal zu Stalin I. 223 (Exemplar der Berner Stadtbiblio-thek). Wir verweisen hiergegen auf früher Gesagtes (S. 401 f. 410 ff.). Dass<ler Kiltgang selbst in der romanischen Schweiz alteinheimisch, also nichtausschliesslich alamannisch ist, davon kann man sich aus Bridels Glos-saire du Patois sattsam überzeugen.

2) Bemerkung zu Füesslin Staats- und Erdbeschr. d. Schweiz. Eid-genossenseh. II. 395 f., der an aus Italien verschlagene Ostgothen denkt;ebendas. II. 397 combiniert der Annotator die Sage vom schwedischen(nach ihm gothischen) Ursprünge der Ilasler mit der Heutiger Sage. ■ Da-wider oben S. 405 f. N. 4.

3) Wurstemberger I. 326. 353 N. 12. Merkwürdiger Weise werdenauch in der romanischen Schweiz gewisse Bevölkerungstheile von sichselbst oder von Anderen Gothen benannt. So heissen die Freiburger denFewohnern der Ormonds gaö, gaothei (Bridel Gloss. du Patois in MDR.

Jahn, Geschichte d. Burgnmlionon. II. 27