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Unterrockes machte, lag etwas, das mir unmöglich trauliche Annäherungerlaubte; auch gestehe ich, Vorurtheile gegen Schielende zu haben undgegen Priester. Die meisten haben doch immer etwas Hildebranderei;'Allen ist das Amt der Schlüssel das erste Hauptstück des Katechismus;Allen ist unser Jammerthal hienieden lieber als das himmlische Jeru-salem.
Die Nebrigen an der Tafel gehörten zu den Stilleu im Lande.Die fromme, gut und trefflich denkende Mutter Rcgentin saß gewöhn-lich da, wie eine Natsr äoloros» ° unter ihren sechs Geistesarmen,denen das Himmelreich ist. Von der zahlreichen Dienerschaft, die nuran hohe» Gebnrts- und Namenssesten bei Hofe als Gratulanten zusehen waren, schienen mir nur zwei eine Auszeichnung zu verdienen:der alte Canzleidircktor, ein braver, redlicher Geschäftsmann, aber miß-muthig und unbegreiflich schüchtern, da er selbst einst lange wegen an-geblich französischer Grundsätze verfolgt und gequält wurde, und dahernur erschien mit Verachtung im Herzen, wenn er Anstands halbermußte. Der zweite war ein junger fleißiger Arzt, der mich besuchte,so lange es ihm die Klugheit erlaubte. Er war ein einfacher Sohnder Natur, den ich oft beneidete, daß er nichts Höheres kannte, alsdieses sein vaterländisches Höschen, an dem er sich glücklich fühlte; ichdanke ihm noch heute seinen menschenfreundlichen Antheil an mir, undsein gutes Herz wird sich freuen, wenn er liest, daß ich noch heutesein Andenken ehre.
Wahrlich! ich war daran, wie ein Mönch, dem hinter finstermKlostcrmauern die Augen des Verstandes sich öffnen, oder wie die jungeNonne im Kämpfe des Fleisches und des Geistes unter alten verschro-denen Betschwestern, die nie die Sünde kannten, weil Männer sie zuprüfen nie der Mühe werth gehalten hatten. An Wiederanknüpfungder Reise, zu Answetzung der Scharte, wie die Braut wähnte, warnicht mehr zu denken. — Auf eine Bemerkung, daß ich zu bedauernsei, erwiderte der längst reife Sonvcrain: „Er muß sich nach mir rich-ten, ich mich nicht nach ihm!" „Die Bestimmung zum Regenten,"schrieb ja selbst die Mutter, „ist zu nahe, er und sein Ländchcn sich zutheuer, uin sich lange entbehren zu können; er liebt, wie sein Vater,das Heimische, sonst hätte er auch keine chlichc Mutter. — Ja, beiden modernen Ehen I aber so lange die Bibel Gottes Wort bleibt, ist'snicht gut, wenn Menschen göttliche Gebote aus den Augen setzen." —
t Herrschsucht wie bei Hildebrand (Gregor VII.). — 2 Schmerzensmutter, Maria unterdem kreuz.