Band 
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V.

Lob- und Hülfsmittel des Frohsinns.

Freude, Freude über Freude!Frohsinn wehret allem Leide.Wonne, Wonne über Wonne!Er ist die wahre Gnadensonne.

Frohsinn, dieser Lebeiisbalsain, den die Natur ihren Lieblingenreicht, scheint mehr körperlicher als geistiger Natur zu sein, aber auchhier kann der Geist nachhelfen. Frohsinn ist ein wahrer Fallschirm indem schaukelnden und gefahrvollen Luftballon des Lebens; denn Heiter-keit gibt Zutrauen zn sich selbst, Zutrauen gibt Muth, und MuthGluck. - „Fürchte dich nicht, du führst Cäsar!" Das Rad der For-tuna führt den Stehenden und rädert den Liegenden. Frohsinn ist einSohn des Muths und Gefühls seiner Kraft, Heiterkeit die Tochter derOrdnung und der Lohn wohlcrfüllter Pflicht; Trübsinn der Tartarusder Alles erstickt, und Kummer eines Tages macht alt für ein Jahr-aber unter dem Himmel der Heiterkeit gedeiht Alles, sie mäßigt selbstdie Leidenschaften, indem sie die Anstrengung zn ihrer Mäßigung be-lebt und die Opfer leichter macht, die wir zu bringen haben. Offen-bar spricht man zu viel von der Macht des Glückes; das Glückist für die, die sich der Umstände zu bedienen wissen, und derFrohsinn bedient sich ihrer stets besser als der Schwcrsinn.' Virgil —den ich seit den Schuljahren nicht mehr zur Hand genommen hatte ausMangel an Zeit — Virgils goldener Vers:

Unrats st vosmst rebns ösrvate sesunäis! >

tröstete mich in der schändlichsten Epoche meines Lebens, wie nur im-mer den Gespenster fürchtenden Wanderer ein: „Gott der Vater wohn'uns bei, laß uns nicht verderben!"

Man hat beobachtet, daß bei der Pest und andern Anstcckunqs-krankheiten diejenigen am ersten angesteckt werden oder sterben, die sich1 Lauert a»« und erhaltet euch kühn siir glücklich- Zeiten,