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Bewegung und Anfechtung zu bringen, nicht bloß Brnst, Rippen, Sei-ten, Kopf, Arme und Beine, die schlapp werden und niedersinken, son-dern auch solche, die sich aufrichten. Ein gewissenhafter Mönch hatteoft solche Anfechtungen zu beichten, und nannte sie risus in vsl circaPortos vsneroos. ' Lachen bis zu Thränen gilt gewöhnlich für denhöchsten Grad des körperlichen Lachens, aber zu Abdera lachen Abderi-tinncn oft mehr als Thränen, bis das unter Wasser gesetzte Zinimerund ein wüthendes ho! ho! ho! der Männer das allzustarke hi! hi!hi! der Damen verstummen macht. Hier ist die Redensart, sich vorLachen ausschütten, wörtlich zu nehmen, wie bei Geiler vonKay-sersberg, der seinem Freund Schott im Wildbade einen lustigen Frei-bnrger Doktor empfiehlt, von dessen Schwanken der letztere ernste Ge-lehrte versichert: „Risu 'pwus omnos ckokvoinius, preosortim iuinulcsnostree, guikus risus in nrinotivnvw vossit.« ' Die llrinationscheint beim weiblichen Geschlecht leichter und gleichsam synipathctischzu sein, daher eine die andere nach der Gelegenheit zu begleiten pflegt,und Weikardt kannte eine Frau, die beim Geräusche eines angezapftenFäßchens das Bedürfniß fühlte, ein ähnliches Geräusch in ihrer Kam-mer zu machen, wie auch Pferde thun, was man stallen nennt. Er-schütterndes Lachen soll auch das Hinterthnrchen öffnen, folglich paßtLachen am besten in die Bäder, und ihr großer Nutzen und ihre Frucht-barkeit ist über allen Streit erhaben, wenn man sich verhält wie Poggiovvm Bade aus an Arctino schrieb: Iristidiam kuxvrs, yuwrers diiari-tatom, omnibus unn. ineus; non <la coinmuui lloriäoncio aguut, solläs vomwuuioanäo äorisa! " Heil unserer Bädermode!
Die Alten wußten noch gar Manches in Hinsicht des physischenLachens. Die Stiche der Tarantel machten lachen und tanzen, ja nachMaleterra eine solche windige Leibesdisposition, daß einst die ganzeArmee der Normänner im Lager von Palermo davon angesteckt wurde.Das Lachkrant (Xpium risus), und so auch die Belladonna und an-dere Giftpflanzen ziehen die Lachmuskcln krampfhaft zusammen, so daßman zu lachen scheint, wie im Hnndskrampfe oder im hohen Grade derTrunkenheit. Man hat daher dieses bittere und gezwungene Lachensardonisches Lachen genannt, weil auf Sardinien jene Pflanze wächst.Dieses Lachen schwebte nm die Lippen Augusts, wie um die Karls XII.,
i Lachen in oder an den Geschlechtstheilen. — r Wir wurden fast sämmtlich schwach vorLachen, vorzüglich unsere Mägde. deren Lachen in Nriniren ausging. — 2 Alle zeigen nureine Gesinnung, Traurigkeit zu fliehen und Heiterkeit zu suchen. — Man strebt nicht, ein-ander zu belachen, sondern da» Belacht! einander mitzutheilen.
Demokrito». I.
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