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mit Anstand und systematisch lachen soll, und in London wurden Lek-tionen angekündigt, die wenigstens Brittcn eher brauchen, als Franzosen.Sieur Robert sagt: Ein Mensch, der eintönig lacht, dem nur eineArt Lachen zu Gebote steht, käme ihm vor, wie einer, der nichts weiterals oui oder uon zu sagen wisse; aber ein künstliches Lachen drücke oftden ganzen Sinn einer Phrase aus, wodurch man nicht nöthig habe,unangenehme Dinge zu sagen. So muß selbst bei der Geringfügigkeitdes Lachens die Natur von der Knust auch noch verjagt werden, undder xraes <Iu riro' Platz machen!

Man kann die Neigung zum Lachen allerdings unterdrücken, undje weiter wir in Bildung unseres Geistes und Herzens fortschreiten,desto mehr verringert sich die Sphäre des Lächerlichen, und wir schä-men uns, einst über gewisse Dinge gelacht zu haben. Männer vongroßem Geist sind selten große Lacher und mehr zur Melancholiegeneigt, wie schon Aristoteles wußte; auch ist keiner der großen Altenals vorzüglicher Lacher bekannt; denn Mr. Cicero war doch mehrgroßer Schriftsteller als großer Mann, mehr Schwätzer als Denker,voll Schwächen und Eitelkeit, der wahre Voltaire der alten Welt.Aber die Neigung zum Lächerlichen als innere Empfindung scheintmir zu wachsen, sowie der Beobachtungsgeist, begleitet von Witz undLaune, sich schärft; man lacht endlich selbst im Schlaf und Traume,und das Lautauflachcn ist gewöhnlich der Augenblick des Erwachens.Man verliebt sich zuletzt in das Lachen, wie der Kavallerist in seinPferd, der Seemann in sein Schiff und der Bauer in Hütte, Pflugund Vieh. Es geht den Lachern wie gewissen Brillenträgern, dieihre Gläser selbst dem Montblanc und Chimborasso gegenüber auf-setzen und im Großen stets nur das kleine und lächerliche Einzelnesehen. Die Jdcenassociation wirkt beim Lachen wie bei Träumen;Menschenkenner, die ihrcn Mann und seinen Jdcengang kennen,setzen ihn auf sein Steckenpferd, so oft sie wollen, und sowie jeneDame in zwei Schatten des Mondes ein glückliches Pärchen, ihr nebenihr tcleskopircnder Gewissensrath zwei Kirchthürmc erblickte, so erblicktder Komiker das Lächerliche und läßt seine Ideen los.

Mit einem solchen Stcckeurcitcrsinn für das Lächerliche, den ichweit entfernt bin, für den echten moralischen Flaschcuzug oder Hebelzu halten, ist man doch oft gesichert, nicht selbst lächerlich zu werden,und iu allen Lagen die Schicklichkcit nicht aus den Augen zu verlieren.Mir scheint dies niemand besser zu verstehen, als der so ernst >chei-> Lachgra^e.