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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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liche Schöne noch eine Wetteiferpartie geworden. Denn es ist nochdie Frage, ob das Geschichtchen von dem zum Galgen Verurtheiltcnwahr ist, den eine alte Jungfer heirathen wollte, der aber bei ihremAnblick rief: Aufgehängt! Keine verzweifle, so lange sie Odem hat;der älteste Ladenhüter findet oft noch seinen Käufer, die Waare istzart und delikat, und wenn wir die Rabbiner hören, der Zeitraumzwischen Sein und Nichtmchrsein nicht länger, als so lange man braucht

— ein Ei zu sieden.

Die veraltete Schwesterschaft hat ihre Fehler — wer hat die nicht?

— aber auch wieder eigene Tugenden, die gerühmt zu werden ver-dienen. Viele ihrer Fehler rühren von ihrer eigenen Lage, und nichtselten gar von Mißhandlungen; daher jeder plumpe, ungezogene Spottmich so sehr wurmt, als daß man die schöne wilde Rose, die ohne unserePflege sich selbst überlassen ist, Hundsrose nennt, und ihre Früchte,die Hagebutten, deren Mark und Fleisch ein trefflicher Küchcnartikclsind, gratte-ouls, zn deutsch A... kitzel! Wir wollen bloß lächeln überdie Neugierde und Leichtgläubigkeit, die Ziererei, Zudringlichkeit,Klatscherei und den Neid der versäumten Schonen und ihre Katzbal-gereien über Kleinigkeiten; brouillirtcn sich nicht selbst Jnno, Minervaund Venns über einen Apfel? Wir wollen ihnen all ihre schiefen undsauren Gesichter in Gesellschaft verzeihen; denn die besten Weine wer-den sauer und zu Essig, wenn sie zu lange auf den Hefen liegen undversäunit werden. Was sagt man nicht den Schlangen nach? Manlese Humboldt, wie schon so Mancher in Südamerika bei einer Schlangegeschlafen hat ohne Schaden, denn sie suchte bloß Wärme. Wir wollenvielmehr die Tugenden der jungfräulichen Genossenschaft herausheben,ihren Knnstfleiß, ihre Arbeitsamkeit, Mildthätigkeit und Liebe, ihreGeduld und Selbstüberwindung rc. Wir sagen nicht bloß jungfcrlichthun für züchtig, sondern auch, wenn wir die Mäßigkeit loben wollen,jungfcrlich essen und trinken, und wenn andere früher aufhören, bloßjungfräulich zu essen und zu trinken, und jene der Neid Plagt, ist diesnicht der nämliche Fall mit alten Kandidaten, wenn jüngere vorrücke»?

Sich selbst überlassen, ohne die Sorgen der Hausfrau, bekümmertsich natürlich die weibliche Neugierde um viele Dinge, die sie nichtsangehen; die Augen, Ohren und Zunge einer alten Jungfer sind da-her in ewiger Thätigkeit und in fieberhafter Bewegung; daher dieZunge mehr Fragen thut, als Antworten erfolgen können. Weil sichniemand um sie bekümmert, kümmern sie sich um jedermann und wer-den endlich die gehässigen Leutchen, die der Britte bus^ bock^ nennt,