Band 
[Dritter Band. - Vierter Band.]
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das noch nie angefroren ist, was er von sich geben wollte. „Ruhe alleinist Glück," spricht das Phlegma auf seinem Sopha oder Leibstuhl, be-neidet den Ofen, der schon hundert Jahre ruhig auf einem Fleck steht,und preiset St. Thomas, der den 21. December oder die längste Nachtbringt. Na, Na, laß man gut sein!

V.

Dir Fortsetzung.

Das Gesicht ist das Protokoll des Charakters, das Protokoll desTemperaments aber der ganze Körper vom Auge und den Mienen,Armen und Haltung an bis zu den Füßen oder dem Gang. DerCholeriker macht spanische, lange Schritte, der Sanguiniker kurze,schnelle französische, der Melancholiker schreitet bedachtsam brittisch ein-her, wie der Storch in Gärten und Wiesen, und die langsame Be-wegung des Phlegma ist so abgespannt wie seine Züge, aufgedunseneFleischniafse und seelenloser, gebratener Häringsblick — er machtdeutsche Schritte. Indessen müssen wir den Schritten so gut Aus-nahmen und Verschiedenheiten verstatten, als den Gedanken undBlicken ; man siehet nicht inuner bei Ideen der Vergangenheit zur Erde,nicht immer bei Blicken in die Zuknnst gen Himmel, bei Gedanken andie Gegenwart vor sich hin, und bei Gedanken an — Nichts, rechtsund links und überall hin! Viele starren im geraden Gegentheil festauf einen Fleck wie der Esel, und so ist es auch mit den Schritten.Die Schritte der Deutschen sind nicht immer langsam, sie marschirenvorwärts mit Bedachtsamkcit, und das ist besser als Laufen — amwenigsten taugt Fliegen.

Die Farbe der Choleriker und Sanguiniker ist roth, die der Me-lancholiker und Phlegmatiker blaßgelb und crdartig; die Stimme jenerhell, durchdringend, aber die dieser matt, rauh, schüchtern. Die Haar-farbe ist weniger bestimmt, doch sind Rothköpfe gern cholerisch, Schwarz-köpfe cholerisch-melancholisch, Braunköpfc sanguinisch-cholerisch, »ndblonde sanguinisch-phlegmatisch; nur selten findet man unter Wahn-sinnigen blonde. In Ansehung der Leidenschaften bleibt Ehrgeiz die