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schauen, erblicken wir alle Farben; die Sonne im Gesicht macht auchdas Schwarz auf Weiß gerne roth, und so konnte auch Heinrich IV.wohl, ohne alles Omen,' statt schwarzer Würfelpunkte Blutstropfensehen. Eine tüchtige Ohrfeige läßt alle möglichen Farben sehen, selbstFeucrfunken, aber die Augenmusik mittelst der Farben ist Traum undIdiosynkrasie. Gar Viele Haffen Farben, die weniger auf sich habenals die pSIe« vouleurs' vieler Fräuleins, die endlich zur Todten-bläffe führen.
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Mehr als das Gesicht scheint der Tastsinn von Idiosynkrasien zuleiden, und manche Fingerspitzen vertragen durchaus gewisse Berüh.rungen, z. B. Sammt, Tastet, Haare, Glätte rc., selbst des Pfirsichsnicht, den sie doch geschält essen können. Das Zerschneiden des StaniolSist eine der angenehmsten Empfindungen, ob mir gleich unerklärlich:ob es wohl Leute gibt, die Antipathie dagegen haben? Menschen vonwilden Bestien gebissen, heulten, bellten, miauten rc. wie diese Thiere.Der Kaplan eines Herzogs Bolston verspürte Eiskälte im Herzen undauf dem Kopf, wenn er das 53ste Kapitel des Jesaias lesen mußte,und der unglückliche Herzog von Brauuschweig wollte in seinen letztenTagen gar zwei Köpfe fühlen. Zu Jena hatte er gar keinen, undman hat ihn den Todtengräbcr des preußischen Staats genannt, aberer bleibt doch, wenn wir Alles zusammen nehmen, ein großer Deutscherund trefflicher Fürst. Es hat Leute gegeben, die kein Geld anrührenkonnten und Uebelkeiten bekamen, wenn man ihnen welches heimlichin die Tasche steckte, was leicht die allerseltcnste Idiosynkrasie seinmöchte. Etwas davon scheint jedoch den Verschwendern anzuhängen,und Metallreiz wirkt mächtig, nicht bloß bei Geizigen, sondern selbstbei Sterbenden. Die Berührung eines glatten, kalten Marmors oderStahles spannt wollüstig, die des Eisens aber erschüttert; die Berührungseidener Haare oder eines Pelzes wirkt noch mächtiger; höher steigt dieLust bei elastischen Polstern und Eidcrdunenbctten, am höchsten aberbei üppigen weiblichen Formen. Hier entsteht Lüsternheit (lasviritas),wollüstiger Schauer und förmlicher Aufruhr.
Unsere Sympathie liegt zwischen Gefühl und Phantasie. Ihr ersterGrad ist Mitleiden, den zweiten Grad bilden gleichgestimmte Seelen,
' Vorbedeutung. — * Gepchtsdlüsse.
» Du sollst tu deinen schönsten Zeiten — > Den Tod durch linen Schmerz erleiden,
O Mädchen, wie mich da« b-Iriibtl — j Für den'» so viel« Aerzte gibt.