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die Palnie des Südens gen Himmel strebt wie Straßburgs Münster,Farrenkräuter gleich Bäumen dastehen, und die Katze sich in einenLöwen und Tiger verwandelt, und die Eidechse in ein Krokodil. InSüd-Georgien zählt man nur zwei Palmenarten, auf Madagascar an die5000. Thiere, die im Süden schwarz und braun sind, werden im Nor-den weiß oder grau, der Hund verliert in Südamerika Stimme undHaar, und der Carossier Neapels wird im Norden zum schottischenPferdchcn. Mutter Natur zeigte sich auch in Hinsicht des Klimas amgünstigsten gegen das Menschcnthier. Es lebt fort unter jedem Klima,es lebt in den Minen unter der Erde, wie auf den höchsten Alpen,"selbst unter dem Wasser wie die Taucher, es dauert aus in der streng,stcn Kälte wie in der größten Hitze und kommt überall fort wie Grasund Unkraut. Der Matrose schlägt lachend oder fluchend die furcht-barsten Winde in den Wind — welcher Jammer auf dem Festlandeüber Winde, die sich zerschlagen haben!
Das Klima macht die Söhne Adams, die Söhne eines Vaters,zu Europäern und zu Negern, Kalmücken und Malaien, Irokesen undNeuholländcrn, zu weißen, schwarzen, gelben, kupferrothen und schwarz-braunen Menschen; selbst der Komunculus llominis > ist auf dem Kopfeschwarz bei Mohren, brünett bei Brünetten, und blond bei Blondinen.Das Klima macht Menschen und Thiere zu schattigen und unschattigcn,zu einschattigen, zwcischattigen und selbst dreischattigen, zu faulen undthätigen, zu geistigen und geistlosen Geschöpfen. Schon die Jahres-zeiten haben bedeutenden Einfluß auf die ganze thierische Oekonomie,warum nicht weit mehr das Klima? Aber so weit wollen wir seinenEinfluß nicht treiben, als ihn Bodinus, Montesquieu und du Bosgetrieben haben, und schon vor ihnen Plato, der den Göttern dankt,daß sie ihn in Griechenland, und nicht unter Barbaren (was nochSinn hat) zu Athen und nicht zu Theben (das nur 20,000 Schritteablag!) haben geboren werden lassen. Wilson und Falconer haltendie Mittelstraße; aber Hume und Hclvctius gehen schon wieder zuweit, wenn sie alle Charaktcrvcrschiedcnhciten bloß moralischen Ursachenzuschreiben wollen, was allenfalls in gemäßigten Erdstrichen der Fallmehr oder weniger sein könnte; aber im hohen Norden wirkt der langeWinter sicher mehr, wenn der Mensch vorsichtig und mäßig ist undan Verrath denkt, so wie die reiche, schöne Natur des Südens die Be-wohner fauler, genußsüchtiger und leichtsinniger macht. Wir gebenzu, daß das Klima selbst auf Staatsformen wirke, ein reiches weites» «seitlich: Das Menschlcln d-r Menschen, d. h. der FStu«.