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Britanniens, vor denen er jetzt die Segel streichen müßte, und waswürde Tacitus von den jetzigen Deutschen sagen, seit Deutschland nichtmehr korriäa silvis sstarrend von Wäldernj ist? Wahrlich das Klimathut mehr, als was wir Zufall zu nennen pflegen.
Das Klima, das den Mufflon auf seinen Bergen zum mnthigenThiere macht, macht ihn unter uns zum Schafe, das im Orient nocheinen dicken Fettschwanz nachschleppt und in Island oft vier bis sechsHörner trägt; so würdigt es auch griechische Apollo-, Juno- undVenusgestaltcn zu Lappen und Pescherähs herab. Indessen kommtder Mensch überall fort, und folglich das ihm ähnlichste Thier s. v.Schwein. Nur das, was uns zunächst angeht, Witz, Laune und Nei-gung znm Lachen, werden seltener unter den Polen wie unter derLinie. Hitze macht die Bewohner ernst, schlaff und träge, die Kältestumpf, und beide wirken selbst auf die Sprache. In warmer Luftöffnet man den Mund, die Sprache erhält Vocale, und mit ihnenSanftheit und Rundung, wie das Italienische; in kalten Ländern wim-melt sie von Consonanten, weil man da das Maul nicht gerne weitaufthut. Die größte Kälte, die ich erlebte, war von 1788—89, daherder Schulmeister meinte, Seine Hochwürden hätten die Hölle nicht soheiß, sondern vielmehr noch kälter als diesen Winter vorstellen sollen,sonst möchten seine Bauern und Schulkinder alle zum Teufel gehen.
Einzelne Menschen und physische und moralische Gegenwirkungenanderer Ursachen machen zwar Ausnahmen, heben aber die Regel nichtauf. Stets wird in heißen Ländern leidenschaftliches Temperament,Hang zur Wollust, Rachsucht, Furchtsamkeit und Trägheit vorherrschen,wie in kalten Mäßigung, Gutmüthigkeit, Beharrlichkeit, Tapferkeitund Thätigkeit. Das Klima erstreckt seinen Einfluß über jede Nei-gung und Gesinnung, und selbst über philosophische Meinungen; ausdemselben Grunde, aus dem in heißen Ländern der Despotismus sicherhält, erhalten sich Gebräuche und Kleidertrachten, wie vor dreitausendJahren. Das heiße Klima verwandelt die Haare des Negers in Wolleund die Wolle des Schafs in Haare: die Natur scheint Schafwolleda für überflüssig zu halten, wo Baumwolle wächst. In die heißeJahreszeit fallen die Hauptcpochen der französischen Revolution, Bastille-sturm, Tuilleriensturm, Jakobinersieg und Sturz. Napoleon band sichan keine Jahreszeit, aber sein lebenslängliches Consulat fällt auch indie Hitze des Augusts, wie die Kaiserwürde zu Ende Mai's, und dieneueste Revolution 1830 in den Juli.
Die Hitze treibt die Menschen bald zu den erhabensten Ideen,