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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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und dieses Beste ist eigentlich das wahre Reagens, das ihn über denBicrnachbar erhebt. Reiner, guter Wein ist eine wahre Panacöe, undsicher erleichtert im Orient nichts so sehr die Verbreitung der Pestals das Verbot des Weines. Das Bier ist flüssiges Brod, der Brannt-wein verklärtes Brod; aber schon Jesus sagte: „Der Mensch lebt nichtvom Brod allein." — Wein her!

Das Bier hat hohen Werth, und soll in Schweden, wo schwarzeAmeisen mitgebraut werden, einen Geschmack haben wie Limonien.Biertrinker bringen es täglich wohl auf zehn Maß, und in den Bier-buden ist das Rinnerl selten trocken und selten unbesetzt. Zehn Maßwerden einem tüchtigen Braumeister gern in Rechnung passirt, denner ist so viel als an Höfen ein guter französischer oder böhmischerKoch; aber damit noch nicht zufrieden, erfand man den Biercscl, oderdas Gespenst, das jede Nacht seinen Krug haben will, wenn es nichtAlles durcheinander schmeißen soll. Das Bier muß Gest (holländischGeest, Geist) haben, und die Kellner wissen recht gut, solches einzu-schenken, daß die Hälfte des Krugs bloßer Schaum ist, daher in Bier-ländern Leibnitzcns Kunststückchen: „Bestrciche das Innere der Kannemit Speck," wichtiger ist als Monaden, Theodicöe und eigentlich diewahre Differential- und Integral-Rechnung. Wichtig ist in Bierlän-dern die Bierprobe von Obrigkeitswegcn. Schon mancher Fremde hatzu London Olä lloek erhalten, wenn er Rheinwein wollte, der auchso heißt (Hochheimer), und die Bierprobe jener Reichsstadt war gewißnicht zu verwerfen: und Winzer würden sich gerne einer solchen Most-probe unterwerfen: der Rath setzte sich auf eine mit Bier übergosscneBank, zwei Stunden lang in ledernen Hosen, und hatte er dannMühe, sich zu erheben, so hieß es: krobatnm sst! '

Die starken Biere und das halbrohe Fleisch machen den Brittenmelancholisch, phlegmatisch, grausam; Bouillon, Geflügel, weißesBrod und leichte mit Wasser vermischte Weine machen den Franzmannleicht, galant und sanguinisch; Käse und Würste, Knoblauch, Rettigund Zwiebel den Italiener heiß und heftig wie Juden und englischeKampfhähne, denen man vor der Schlacht Knoblauch gibt, wie unsernSoldaten Liquor und den Türken Opium. Sicher macht der Genußdes Welschkorns die Italienerinnen so wollüstig wie die Walachiuucn,die gleichfalls viel Kukuruz oder Welschkorn genießen. Viele begnüg-ten sich auch mit Kürbismuß, das mir zuwider ist, weil ich an dieausgesetzten armen Kinder in Siua denke, denen man einen hohlen

t Es hat sich bewährt.