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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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sollten wir nicht Versuche machen mit Hunde- und Katzenmilch? DerApostel Paulus gibt seinen Korinthern, weil sie so fleischlich gesinntwaren, Milch, und auf den Alpen, deren Bewohner oft Monate langnichts als Milch genießen und allenfalls Käse, die ihnen, was denPortugiesen die Apfelsine ist, „Morgens Gold, Mittags Silber,Abends Blei" (ein alter Hochzeitkäse ist wohl Eisen oder Stein), thro-nen Heiterkeit, Sanftheit, Einfachheit, wie unter Ackervölkcrn; hiersind wahre Idyllenmenschcn. Den Orientalen repräscntiren auch Milch,Honig und Butter; den Deutschen aber, der Mehrzahl nach, Speckund Erbsen, Sauerkraut und Wurst.

Die Sumpfluft, die Einsamkeit in den zerstreuten Kämpen ' machtHolländer und Westphälinger ernst und traurig, vielleicht auch ange-strengte Arbeit, und wohl am meisten der Pumpernickel, Grobbrod(bou xour düeksl), ' ihre Saubohne, Pappe und ewiges Schnapsen,das nur selten durch sogenannten Kaffee oder Thee unterbrochen wird.Der treffliche Schinken geht ins Ausland (zambou cls öla^suoe) ° undnur der Speck bleibt. — In dem Lande, von dem es heißt: bospitiumvilo, < grob Brod, dünn Bier, lange Meile, erinnert Alles an dieSchweine der Gergcseucr, die der größte Menschenfreund, Jesus selbst,zum Teufel jagte. In unserem Norden lebt man wie auf den Schif-fen. Die Sachsen, Hannoveraner und Hessen (Zwetschgenfresser) ma-chen den Ucbcrgang zum Süden, und in mancher Gegend könnte manauch Salatfrcsscr annehmen, die gar wohl mit dem Salat ohne Bra-ten zufrieden wären, hätten sie nur stets Speck dazu, und von demitalienischen Salat des Papstes Sixtus (Zechiucn) ist ohnehin keine Rede.

Das Phlegma des Baicrn rührt offenbar von seinen starken Bie-ren, Dampfnudeln und Bauchstcchcrl. Im lustigen Franken und Schwa-ben fehlt es zwar auch nicht an Mehlspeisen, aber es ist doch Allesleichtern Gehalts, wie Grießkürbel der Nürnberger zum Peiterli-Floasch.Der echte Schwabe hat Montags Nudle, Dienstags Hutzle, MittwochsKnöpfte, Donnerstags Spätzle, Freitags gedämpfte Grundbirn, Sonn-abends Pfannkuchen, Sonntags Brätle und Salätle —

Saure Nierle, Sauerkraut,

Knöpfte, Saublut in der Haut,

Und ein Glas vom Besten!

i Bauernhöfen.— r Gut für Nickel. (Diese übrigens falsche Ableitung des Schwarz-brodes der Westphälinger soll daher stammen, datz ein französischer Soldat während desdreißigjährigen LriegeS das Brod als gut erklärte für sein Pferd, welches den NamenNickel führte. Der Name stammt von dem Erfinder, Nikolaus Pumper, einem Bäcker zuOsnabrück im 15. Jahrhundert). — » Schinken von Mainz. (Name des westfälischenSchinkens bei den Franzosen). — 4 Schlechte Herberge.