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leeren Beuteln gar keine Rede ist. Die Vernunft erblickt Absicht undZweck in der Natur, und so nimmt sie eine erste Ursache aller Dingean — Gott; die leblose Natur ist um der belebten willen da, ja derfiomuncio behauptet lediglich um seinetwillen, folglich können die Ge-stirne so gut Bewohner haben als die Erde, Bewohner höherer Art,die sich zu Zeiten mit uns amttsiren. Geister können wenigstens Mond-bewohner sein, uns am nächsten, und mit Empfindsamen shmpathisiren,wie mit Lavater und Somnambulen, die sich ja auch höherer Artwähnen. Mir gefällt die Idee, daß unsere beste Welt das Werk einesuntergeordneten Geistes ist, der die Schöpfung noch nicht recht ver-standen hat, ein Versuch, ein Nebclstcrn, vielleicht gar ein Narrcn-nnd Zuchthaus für andere Welten, und auf jeden Fall eine Prü-snngsschnle. Aon liguet' ist auch hier die Sprache des Denkers, undweitere Fragen sind so lächerlich als die Fragen: Sind die Gegen-stände außer uns wirklich, oder nur identisch? Ist die Klane Farbewirklich blau oder nicht? Hier ist das Ende aller Fragen, so langesie die Geister nicht selbst authentisch lösen. Im Wachen haben wireine gemeinschaftliche Welt, im Traume jeder seine eigene; die Sonn-tagskinder gleichen dem Tiresias, den Juno zuvor blind machte, ehesie ihm die Gabe der Weissagung verlieh, und der kalte Denker ruftGeistersehern zu, was Tycho de Brahe's Kutscher seinem Herrn: „Aufden Himmel mögt Ihr Euch verstehen, hier aus der Erde seid Ihrnicht bei Troste!" Ich nehme Alles zurück, sobald ein Geist einmalzur Abwechslung, nicht bloß immer Einzelnen, sondern auch einer Ge-sellschaft erscheint, nur drei bis vier Sanfbrüdern oder Spielern:„Meine Herren, Mitternacht ist vorüber, meine Stunde gekommen!"
Die Vernunft Plagt sich nicht mehr, die Schicksale der Menschenvoraus zu wissen aus den Planeten, und schämt sich, Geistesverwandteverbrannt zu haben; sie begnügt sich, solche zu purgiren durch Journaleund im Nothfall durch Festungen. Gleich vernünftig wird es sein,Geister — Geister sein zu lassen. Millionen haben über der Begierdenach dem Jenseits sich um allen Genuß des Diesseits gebracht, Vielehat Gespensterfnrcht in Krankheit gestürzt, manches Laster im Dunkelnfördern helfen-, manchen Nothlcidenden in der Nacht und manchenScheintodten ohne Rettung gelassen, Viele des balsamischen Schlafesberaubt und zu feigen Memmen gemacht, und doch saß noch vorwenig Jahren zu Gaisbach der Teufel oder Poppele auf dem Wein-faß! Zahllos sind die Betrügereien, Feindschaften und Prozesse, die» Es ist nicht klar.