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das tolle Gespcnsterwesen verursacht hat. Die Juristen haben gefragt:„Kaun nian wegen Gespenstcrfurcht die Hausniiethe aufkündigen?" —„Nein!" Aber wenn man wegen des Gerüchtes, daß es bei mir spuke,keine Dienstboten bekommen oder behalten, das Haus nicht vermiethenoder verkaufen kann, nimmt die Posse eine ernste juristische Wendung.Indessen mag nicht geläugnet werde», daß dieser Aberglaube manchennächtlichen Hausnnfug, manchenHausdiebstahl verhütet, Manchen ernsterund besser gemacht, viele Unterhaltung durch die Mährchcn, die dieHaare ein bischen in die Höhe heben, gewährt, und Demokriten vielLachen bereitet hat, aber was sind diese Kleinigkeiten gegen das gräu-liche Ganze der Gespenstergeschichte?
-Schwatzt nicht so hochgelehrt,
Man weiß doch nichts, als was man selbst erfährtIch wollt', ein Geist erwiese mir die Ehre,
Er sagte mir, was an der Sache wäre.
XXlI.
Der Geist der Zeit.
Jedes Jahrhundert hat seinen eigenen Geist der Zeit, folglichauch seine eigenen Lächerlichkeiten, die nach dem nachfolgenden erst klarund zum Lachstoff werden. Das Jahrhundert, in dem wir selbst leben,ist uns gerade in den Hauptansichten verborgener als das JahrhundertAbrahams, Jsaaks und Jakobs, sowie manche Schwäche uns selbstverborgen ist, die Andere gar wohl kennen. Der Geist hat seine epi-demischen Krankheiten wie der Körper, ja ein recht ausgezeichneterNarr ist im Stande, ein ganzes Land voll Narren zu machen, wiewir ja selbst erlebt haben. Wir nennen unser Jahrhundert das auf-geklärte, und spätere Zeiten finden vielleicht gerade in dieser unserervermeintlichen Aufklärung eine Lächerlichkeit. Unser drittes Wort istfast immer der Zeitgeist; der Zeitgeist, der oft bloßer Weingeist, oderunreiner, unverschämter Poltergeist und so lächerlich ist als der ge-meine Mann, der keinen andern Geist kennt als den heiligen Geist,
> Der Geist weht (ist lebendig), wo er will.