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nisch gesprochen habe vovita, ' so müßten sie fort aus dem Leben. —Ungemein fein sind die Fragen über die Sakramente, namentlich dieTaufe. Ist ihr Wesen das Wort oder das Wasser? Ersteres, dennsonst konnten ja Fische in der Taufe leben, und ein Esel, der Tauf-wasser saufe, ein getaufter Christ sein wollen. Ob man auch mitErde, Luft, Feuer, Wein, Bier rc. taufen könne? Einige waren dochfür das Bier, wenn es so hell wie Wasser von der Wand fließe. Obman in jeder Sprache taufen dürfe? Ob eine bedingte Taufe, z. B.wenn du kein Bastard bist, oder eine unterbrochene Taufe, wenn einBalken herabfiele, und der Priester im Schrecken ausrufe: Sakermcnt,was ist das? gültig sei? ob Engel oder Teufel gültig taufen können etguick kaolvnänin, wenn das Kind sich gar ungebührlich aufgeführt habe?Alan war da doch ziemlich einig, weil der Prophet Ezcchiel reinesWasser verlangt. Ganz die unschätzbare Kapnzinerlanne predigt dieAntwort auf die Frage, ob man auch mit Suppe taufen dürfe?„Mit Hofsuppen nicht, wohl aber mit Kapuzinersuppen."
Die berühmten Gelehrten Scotus, Lombardus, Thomas ab Aquino,Occam, Bonaventura, Albertus A. rc. prüften die Fragen: Ob GottesSohn sich auch in einen Ochsen, Esel, Kürbis oder Teufel verwandelnkönne? Wie viel Chöre der Engel seien, wie sie sitzen und was fürInstrumente sie spielen? Was man in der Hölle treibe, und bis zuwelchem Therinometergrade die Hitze gehe? Wohin sich der transsub-stanzirte Leib begäbe, wenn eine Maus oder ein Wurm inS Ciborinmgerathe? Ob der Mund dieser Thierchen so unrein sei, als der desSünders? Ob auch das mit dem Wein im Kelch etwa vermischteWasser sich in Wein oder Blut verwandle? Ob man mit Bier, Apfel-most, Branntwein und Essig nicht eben so gut commnniciren könneals mit Wein? Die Meister - Distinktion bleibt immer: „Es kanntheologisch wahr sein, was philosophisch falsch ist;" denn mit dieserMeistcrdistinktion konnten die Herren selbst die geoffenbarte Religionangreifen, und waren gedeckt gegen alle Verketzerungcn und PübstlicheBullen. Petri Lombardi IV. Ilbri sontontiarum waren drei Jahr-hunderte lang das Hauptbuch über solche reizende Gelehrsamkeit; dieTheologen nannten sich von diesem Buche „Scntcntiarii," und garmanche dürste man noch so nennen.
Die empfindlichste Strafe für unsere schöngcisterlichen Schmiererund Bnchhändlcrskncchte wäre die Strafe, alle jene Scholastiker oder
i Meide (Otzvitü), auS dem Leben (Da vita).
DemvfritoS. III.
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