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viel auswärts und au Reichstagen war, wo es flott zuging, vomEvangelio dispcnsirte und ihm das schöne Grctchen v. Saale ncbeuhcrerlaubte. Jst's möglich, daß der talentvolle Mann, der auf einerSeite so hoch stand, wieder auf der andern abergläubisch sein konntewie ein Bauer, und beständig mit dem Teufel sich balgte? „Werden Teufel nicht immer auf dem Halse hat," spricht er, „ist nur einspekulativer Theologe, ich kenne ihn in- und auswendig, habe mehrals eine Maß Salz mit ihm gegessen, und er ist öfters in mein Bettkommen als meine Katharine," die er oft scherzweise Kata meuonannte. Luther konnte dem Teufel ein Buch oder sein Tintenfaß anden Kopf werfen, und dann wieder zagen und Angstgebete ausstoßcn,und dann wieder ihm sagen: „Teufel, Plagst du mich wegen meiner
Sünden? ich habe in die Hosen gcsch.. geh, schreib es zu meinen
andern Sünden, und ist das Blut Christi nicht genug, so bitte auchdu für mich!" Die Katholiken ließen ihm vom Teufel den Halsbrechen, es tobte bei seiner Beerdigung ein Orkan, die Hostie, die erempfangen wollte, erhob sich in die Luft, und aus seinem Grabe, obman es gleich leer finden wollte, drang ein pcstilcnzialischer Gestank.Kaiser Karl V- dachte größer als Theologen, da seine Krieger LuthersGrab zerstören wollten: „Ich führe Krieg mit den Lebendigen, nichtmit den Todten." Die Schwarzen aber jubelten schon bei dem Witz:„Wie übersetzte vr. Luther die Bibel?" Antwort des Echo: „übel!"
Die Protestanten erwiderten den Haß, hielten sich an die Legen-den der Heilige», die sie Lügenden nannten; Hofprcdigcr Rauschererwiderte auf die Legende, daß man den heiligen Franz und seineBrüder aus den Wunden Jesu habe herauskommen sehen: „Ja, wolltihr sie sehen, hebt nur dem Teufel den Schwanz auf, da kriechen sieheraus, das ist der Tabernakel, der solchen Eseln gebührt;" oder beider Legende von den goldenen Lippen des heiligen Chrysostomus, dieihm Maria verehrte, weil er seine natürlichen zu Bewahrung derKeuschheit abgeschnitten hatte: „Ja, sie hat ihm das Maul mit einemKuhfladen übergoldet!" Kaiser Wenzel mußte sich schon im Taufbeckenunsauber aufgeführt haben, und was wußte man nicht erst von derPäpstin Johanna und ihrer Niederkunft vor allem Volke:
?»I>» Pater pntrnm peperit pnpissa papsllum. *
Die Päpste mußten sich seitdem auf den Visitationsstnhl setzen;das Volk rief nicht eher Vivat, bis ein Diakonus Habet gerufen
t Ein Päpstlcin gebar als Päpstin dereinst der Vater der Vater.