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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Aegyptern beim Auszug Gold uud Silber abgeborgt, d. h. gestohlenHütte. So verkrüppelte baun dos herrliche alte Buch, gcuauut Bibel,den gesunden Menschenverstand, und Lombard! Sentcntiü waren neben-her Jahrhunderte lang der Codex der Menschcnvcrnunft, wie dasCorpus üuris der der Juristen, und erlebten nicht weiter als 250Commentatoren. Möchte man nicht weinen, daß ein theologischesZeitalter so lange gedauert hat und noch 1782 ein katholischer Pro-fessor der Theologie fragen konnte, ob Gott auch wie ein Hund bellenkönne?

Doch war der Münchner Bürger mitten im frommen Baicrn schonauf dem rechten Wege, als Pins VI. rechts und links segnete, der dasagte, das heiße: „Mir nix, dir nix!" Aber in einem der kleinenSchwcizcrkantone wurde noch 1804 ein Landmann fiskalisch belangtund bestraft, weil er gegen ein gemästetes Kalb eine Bibel und Arndtswahres Christenthum vertauscht hatte! Welcher Unterschied zwischeneinem Gesangbuch von 1722 und Beckers Mildheimischcm Liederbuchvon 1822! War es nicht auch ein Ucberrest der theologischen Zeitenbei Protestanten, daß so viel Aufhebens und Schreibens war, als derhohenlohische Pfarrer Herwig und Graf Stollbcrg, ein Dichter, zumKatholizismus übergingen? Noch in meiner Jugend spielten die Hof-prediger Ministerrollen an kleinen Höschen; an größcrn hatte manjedoch angefangen, den Landpfarrcr, der bei seiner Hofpredigersprc-digt den Text wählte: „Wenn dich die müde machten, die zu Fußegehen, wie willst dn mit den Reitern laufen?" zu lasten bei denen,die zu Fuße gehen. Gar Viele nahmen St. Pauls Worte: „Ein Bi-schof soll unsträflich sein," wie es nur Spötter ä la Voltaire hättennehmen können. Dank, Dank den Berliner Nicolaitcn, sie verdienenAltäre, und die Allgemeine deutsche Bibliothek ist so unsterblich, alsHervstrat mit seinem zerstörten Dianen-Tempel zu Ephcsns. DasWeitere überlasten wir den Nachkommen, wie schon das Wort besagt,zu weiterem Nachdenken, bis wohin sich mein Vaterland auch besterverstehen lernen wird auf Joco-Seria.'

Und nun sollte billig das unendlich wichtigere politische Zeitalterfolgen. Staat ist ein Centncrwort wie Religion, mit welcher Theo-logie gerade am wenigsten zu thun hat. Beide Worte find mir heilige,erhabene, hochwnrdigc Worte, die ich in Kopf und Herzen trage, da-her ich dem Gegenstände, der Grundlage des Menschenglücks, vielleichtnoch einige Kapitel widmen werde, den Göttern dankend, daß das

i Scherzhaften Ernst.