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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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funden hat, daß sein Widerstreben doch nichts hilft, ihn aber nur nnglück.lich machen würde, nicht gegen Ehre nnd Pflicht handelt, wenn er schweigt,mit dem großen Haufen nur Ja oder Nein sagt oder am Ende wegbleibt.

Die Zeiten sind böse; es machen sie ja Menschen, und daher wirdman noch lange vom Geiste der Zeit reden, ehe man von der Vernunftder Zeit sprechen wird, so viel man von Humanität gesprochen hat,ohne daß sie noch den Sieg erhalten hätte, ob dies sich gleich vonselbst verstünde, wenn wir Menschen sein wollen. Wie viel erwarteteman nicht von dem großen Akt der rostitutio in intogrum, ' der mitdem 18. Oktober 1813 begann, nnd wie steht es damit? Das Altesuchte wieder Herr zu werden über das Bessere; in Spanien lebte dieInquisition wieder auf, zu Rom verloschen die Straßenlaternen nndder Arbeitsfluß wieder, und an die Stelle der Freimaurer tratenPapst, Jesuiten und Mönche; in Frankreich trieb der cmigrirte Adelsein altes Spiel, und in Deutschland sahen wir auch wieder Möncheausleben, und bei den Vertheidigern des Vaterlandes wieder Zöpfeund Locken, Schnurrbärte und Hosen ohne Falten, ja Prügel undSpicßruthcn. Napoleon war die furchtbarste Erscheinung meiner Zeit;wäre es nicht arg, wenn das „Schicken in die Zeit" bloße schönePhrase nnd Ankörnung gewesen wäre? Napoleons Kricgsruhm undSieg hat der Welt viel gekostet, aber wäre es nicht noch schmerzlicher,wenn sie noch gar seine Niederlage beweinen müßte?

Alles hat seine Zeit, und Hoffnung läßt nicht zu Schanden wer-den. Was in der Idee richtig ist, kommt früh oder spät znr Wirk-lichkeit; die Idee des Denkers wird zur herrschenden oder öffentlichenMeinung, wenn auch Geschäftsmänner, die durch Routine leicht dasDenken verlernen, darüber spotten, oder wie lauter kleine Napolcons(d'or)über gelehrte Idealisten lachen. Die rechte Stunde schlägt, wo nichtheute, doch morgen oder übermorgen, und das Schlimmcrwcrdcn be-schleunigt nicht selten den heiligen Advent des Bcfferwcrdens. Mitder goldenen Zeit der Dichter stand es stets wie mit dem Naturstandeder Philosophen, und wir dürfen unsere Zeit doch immer, verglichenmit der alten, einsichtsvoller, toleranter nnd glücklicher preisen. Schwer-lich wird mehr ein Ritter la Barre, der einige anakrcontischc Liederchensang und vor einer Kapnzinerprozcssion vorüberging, ohne den Hut zuziehen (1766), enthauptet werden. Ob und wann aber das weise odergoldene Zeitalter kommen werde, weiß ich nicht, und nur so viel, daßsolches noch nie dagewesen ist.

* Vollkommener Schadenersatz.