Band 
[Dritter Band. - Vierter Band.]
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matiker aber müssen wissen, daß sie eigentlich eine Sphäroide oderPomeranze am Himmel ist. Es gehört nur für die Newtons imSturze eines Apfels, wie für die Eratosthencs in dem tiefen, amMittage des längsten Tages erleuchteten, Brunnen die Ordnung desWeltalls und die Erdmcssung zu finden; Andere mögen sich immer anden Apfelbiß und aus Wasser halten und die Vorsehung walten lassen.Der Pöbel wird stets lachen, wenn man ihm sagt, daß uns dieSonne im Winter näher als im Sommer und bereits untergegangensei, wenn er sie noch am Horizont erblickt, und das Rindvieh frißtdie Runkelrübe schlechtweg, der Mensch macht sich Salat daraus undAchart Zucker. Aufklärung ist Zucker, und Zucker ein gut Ding, abereine überzuckerte Speise ist fade, widriger und schlechter als eine, diemäßig oder gar nicht gezuckert ist. Der Unfug, den man mit demWorte Aufklärung getrieben hat, wie mit den Worten Ideal, Speku-lation, Tendenz, Genie rc. machte sie beinahe zu Ekelnamen.

Wir sollten nicht beten: „Erlöse uns vom Uebel," denn Uebel istgar oft Sporn der Thätigkeit und Selbsterwecknng, sondern: „Erlöseuns von Unverstand und Unmündigkeit," und zur Unmündigkeit rechneich auch die Vorlautigkeit unserer lieben Jugend, vorzüglich der studi-rcnden in Dingen, die sie noch gar nicht verstehen können, so wenigals die Weiber, die sich doch so gerne über die Geschäfte ihrer Männerauslassen. Jene Untugenden machen blind, sklavisch, charakterlos undzum Spiel von Wind und Wellen. Pythagoras Schüler mußten sichjeden Tag Rechenschaft geben von ihren Vor- oder Rückschritten, unddas scheint zu viel verlangt; mau dürfte schon zufrieden sein, wennsolches nur bei Jahresschluß geschähe, wie es im Staatskvrper oderin geordneten Familien mit den Rechnungen gehalten wird, die soManchem den Neujahrstag verderben. Aber der Wahn! der Wahn!Wer kennt nicht Schillers Worte des Wahns? Das Rechte und Gutewird siegen, das Glück folgt dem Edeln; die Wahrheit erscheint demMenschen.

Er ist ein Fremdling und wandert auö

Und suchet ein unvergängliches Haus.

Der Gang der Natur in Entwicklung des Menschengeschlechts istsonderbar. Wer sich selbst erziehen will, nehme ein Blatt und schreibe:Was habe ich als Werk der Natur sein sollen? Was hat die Gesell-schaft, und was habe Ich aus mir gemacht? Und sind seine 6onkos-moris aufrichtiger, als die Jean Jacques' und der meisten Selbstbio-graphler, so wird er verstummen. Der Mensch scheint mehr zum