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bildete noch weit gemeiner, der sich bloß darum zu ihnen drängt, weilsie vornehm heißen — eine traurige Eitelkeit der Gelehrten, die beweist,wie verschieden Gelehrte und Denker sind. Der kluge Mann vermeidetsogar, wo es schicklich ist, alle Berührung; denn wenn er sich's am wenig-sten versieht, bekommt er einen schwarzen Strich aus der Pfanne. DieNähe des Regenten selbst, der bloß Adel um sich sehen will, weil es Adelist, wird kein Edler des Bürgcrstandes, der gegen den Adel, selbst gegenden Erbadel oaetcris xnribus nichts hat, mehr für einen Vorzughalten. Es gibt einmal keinen wesentlichen Unterschied zwischen Adels-und Bürgcrblnt, als daß letzteres oft reiner ist, und ich wünschte, daßbeide Klassen das Banernblnt in reiflichere Erwägung ziehen möchten.Die Zeit ist längst vorüber, wo die Edcln auch wirklich die Edelstender Nation und ihre Kraft waren, gerade wie die Zeit, wo Möncheund Priester die Gelehrtesten waren. Unsere hellere Zeit kann nurden Mann nach Verdienst würdigen; bei gleichen Verdiensten wirdder Billigdenkcnde gerne dem Adel den Vorzug einräumen. Verdienstist die wahre Adelsprobe und wird gelten, wenn auch der älteste Adcls-bries nichts mehr gilt. Der Hauptgrund, der allein Stich hält fürden Adel^ welcher ist der? Daß die Nachkommen in der bloß geerbtenWürde einen Stachel finden sollen, sich ihres Ahnen, der den Adelverdiente, möglichst würdig zu machen. Ha, wie viel freier kann derMann ein Wort zu seiner Zeit sprechen, der ein Rittergut zum Rück-zug hat! Bei Edelleuten ohne Verdienst und Würdigkeit gedenke ichstets Gcllcrts Bruder, des Fechtmeisters; eine Dame fragte Nabcncr:„Wer der sei?" — „Er hat keinen eigenen Namen und behilft sichmit dem seines Bruders." Ein großer Lacher, der auch als Schrift-steller bekannt ist, konnte sich ärgern, wenn an der Tafel seines Ge-sandten, wo man Französisch sprach, sobald die Rede an ihn gerichtetwar, Deutsch gesprochen wurde; ich sagte ihm, daß dies bei mir schonoft der Fall gewesen sei, daß ich zu meiner Satisfaktion einige Maledie Herren auf das bessere französische Wort auf gut deutsch oder,wenn der Herr Englisch verstand, wegen der Bedienten, in tdsUnAlisü 1 verwiesen, übrigens aber gelacht hätte, und er,*erging lieber an eine tadle ck'düts; ich aberzog die herrliche französischeKüche vor und ließ übrigens mit nur Deutsch sprechen.
Kaiser Antonin ließ den Philosophen Apollonius zur ErziehungMarc Aurels von Athen nach Rom rufen; der stolze Philosoph ließseine Ankunft melden, und, „daß es Pflicht des Schülers sei, zum
» Aus englische Art.