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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Ahnenstolz zeigt sich in der lächerlichen Pedanterie, Würde ge-nannt, die verbietet, Niedern den Arm znr Hülfe zn reichen, selbstwenn man wollte und es der kürzeste Ausweg wäre. Daher gereichtes dem ilarüellal 6s 8axo zur Ehre, daß er einst einem am Fußeverwundeten Soldaten den Stiefel auszog, und jenem Erzherzog, daßer einem Knaben, der über seine in den Graben gefallene Mütze bitter-lich weinte, die Mütze herausholte. Max, Kurfürst von Köln, ver-zieh weinend einem Fuhrmann einen sehr schmerzhaften Peitschenhieb,den er unwillkürlich ihm ins Gesicht gegeben hatte, und half mehrals einer Sachscnhänseriu auf der Brücke ihre Last auf den Kopfheben, welche Humanität aber übel ausgelegt wurde, wenn die Frauhübsch war. Welche Verschiedenheit von gewissen Herren, die es fürbaar Geld halten, wenn sie einem bürgerlichen Gläubiger auf dieAchsel klopfen, oder ihn gar am Arme nehmen, oder von der Napoleon-scheu Sippschaft, denen ein Talma die graoes 6n xas und daS grnnck«ir 6s «Ns.ttrs > beibringen mußte! Am weitesten trieben die DamenIn vsi-xv anoblit und doch brüsten sich die Nullen, die ohne vorstehendesEins Nichts sind, wie alle Nullen. Es bleibt ein moralisches Problem,warum Weiber hochmüthigcr sind. Nach Marcus Herz sondert sich inihren Köpfchen der Ncrvcusaft schneller ab, und daher sind sie geneig-ter zum Schwindel. Die große Maxime: ta vorgo anoblit, stand ein-mal fest; bei der herkömmlich«! Lebendigkeit dieser Nnthc hätte es ganzeadelige Dörfer geben müssen; aber sie ist so falsch als FriedrichsMaxime: „Nur der Degen adelt." Ein Göttingcr Student sagteKästncr, der ihm verwies, mit dem Degen erschienen zu sein: „DerDegen ist mir angeboren," und der alte Witzkopf erwiderte: „Aberdie Frau Mama muß bei Ihrer Geburt nngemcin viel gelitten habenI"Im vsrgs anoblit, aber die Glosse unseres Sachsenspiegels leitet Ahnengar von ^nns^ ab! Ich möchte das Wort lieber von Einem (Hidalgoim Spanischen leitet darauf hin: der Sohn von Etwas) ableiten,was Oberdeutsche aussprcchen: Ahner.

Unvergeßlich bleiben mir, so oft von Ahnenstolz und Adelsgcistdie Rede ist, die Emigranten am Hofe zu Coblcnz, die ich nach ihrerZerstreuung in der Nahe kennen lernte. Sie nannten ihren Hof „dasauswärtige Frankreich" und sich die letzten Römer; aber die letztenRömer waren die Römer des Aetins, der Attila schlug bei Chalons.Man nannte scherzweise die Sahne oder den Milchrahm la part!»ariiitooraticins 6u lait, und ein Emigrant erwiderte auf diese Be-1 Grazie des Schritts. — Großartige Theatermicue. — r Altes Weib.