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von sieben Sakramenten wissen wollte, die doch der König in so geuie-volles Licht gesetzt hatte, nicht das Leben und die Ruhe gekostet hätte.Pedanten, die so stolz und steif einhcrschleichcn, als ob sie einenObelisken verschlungen hätten, würden ebenso handeln, wenn siekönnten. Der Italiener Jovius hatte die Ungezogenheit, dem KaiserCarl V. nicht einmal einen Stuhl zu bieten, obgleich er saß, undsagte: „Carl ist Kaiser über Soldaten, ich Kaiser über die Gelehrten."
— So stolz äußert sich zwar der Geniestolz nicht mehr, aber ich weißgewiß, daß über den neuen Kaiser deutscher Genies,' den man hie-niedcn allzuviel vergöttert hat, wenn er wirklich vergöttert sein wird,manches Komische zu lesen sein wird; aber der wahrhaft große Mannist einfach und populär, und gerade das Gefühl seiner Größe machtes ihm leichter als den Schcingroßcn, die es auch nicht sein dürfen,gerade weil sie Scheingroße sind.
Pedanterie ist eine Art Egoismus, der nur das denkt und redet,womit er sich gerade beschäftigt, ohne alle Rücksicht auf seine Umge-bungen. Der Gelehrte, der überall seinen Cicero, Scncca und Ho-raz citirt, unter pedantischen Fratzen, was sich in der Sprache Sue-tons mit viiltus xasäaAoxi 2 geben läßt, theilt diese gesellige Untugendmit der belesenen Dame, die schöngeisterischc Stellen citirt, mit demHofjunker, der vom Hofe stets spricht, mit dem Dorfjimker, der vonnichts als Jagd, Hunden, Pferden, Rindvieh und Getreidcpreiscn zureden weiß, und, wenn er etwas im Französischen gethan hat, zwischen-hinein auch von oonvros mLlös,' weil ihm niemand gesagt hat, daßin unserer schlimmen Zeit nur noch auf den Stammbanm der PferdeRücksicht genommen wird, und der Nobelmann Gentleman sein muß,wenn mau nicht über ihn lachen soll. Auch die Uniform kleidet sichin Pedanterie, die alle Welt mit ihren Rekruten, Exerzieren undCampagnen, mit Kasernen, Kamaschcndienst und resp. Lügen unter-hält vom französischen und russischen Feldzug. Alle Egoisten gleichendem Tanzmeister, dessen Schüler oft bessere Complimemte machen alsder Meister, weil dieser sie zu schön und zu sehr geregelt macht.
Am lächerlichsten läßt wohl der plumpe Schulton des Schulmannesgegen die, die nicht seine Schüler sind, und mau sieht sich Plötzlich indie Zeiten versetzt, wo ein barsches xsrgo, ssgnvns! oder ein freundlichesKons! optims I tu so zuvonis spei st krugis ! ' in den Ohren klang.Ein solcher lateinisch-griechischer Pedant und berühmter Rektor, den
i Girthe. — ^ Echulmeistcrgesicht. — 2 Vermischte Werke. — * Weiter, der Folgende.
— Gut, du bist ein Jüngling von guter Hoffnung und Anlage.