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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Sonderbar, daß gerade das am wenigsten geachtete Völkchen nnternns, das etwa der deutschen Nation ausmacht, am meisten Natio-nalstolz zeigt — die deutschen Hebräer; jedoch stößt man in manchenWinkelchen doch auf Leutchen, wo der Fremde (der deutsche Fremde!)nicht willkommener ist, als der Hund im Kegelspiel und die Sau imJudcnhause. Aber alle Achtung vor der echten Vaterlandsliebe derPreußen im siebenjährigen Kriege, namentlich der Westphalcn, die dochFritz so verkannte! Wcstphäler, ihrer 50, verließen die Fahnen undliefen heiin, aber ihre Landsleute thaten sie förmlich, wenn ich eineshier passenden akademischen Ausdrucks mich bedienen darf, in Versetz...;kein Beamter ließ sie vor, kein Prediger zur Beicht und zum Abend-mahl, niemand trank mit ihnen im Kruge; man floh vor ihnen wie vonVerpesteten, selbst ihre Eltern verschlossen ihnen die Thüre, ihre Weiberversagten ihnen die eheliche Pflicht, und ihre Mädchen Kuß und Hand.Die Ausreißer nahmen Pumpernickel und Wurst in die Tornister undkehrten wieder zu ihren Regimentern.

Wie ganz anders im preußisch-holländischen Kriege, wo Patrio-tismus, von dem man in Europa schon lange nichts mehr gehörthatte, gar Spottname wurde, wie im französischen Rcvolutionskricge.Aber als unser Krieg heilig wurde, sahen wir wieder den Götter-funken des Patriotismus auflodern in Spanien und Rußland, vor-züglich aber in Preußen. In unsern kleinen deutschen Staaten konnteer nicht auflodern, denn die Vaterlandsliebe muß ein Vaterland haben,und in etwas größer» diente die Zahl der Freiwilligen statt des Baro-meters; nirgendswo aber war von 400 Pforzheimern die Rede, die1622 nnter ihrem Bürgermeister Dcimling bei Wimpscn fielen, wiedie 500 Spartaner des Lconidas bei Thermopyln, oder die 400 Römerdes Q- Cäcidius in Sicilicn, und die 1500 Schweizer zu Basel; dafürsahen wir Nordamerikaner und Polen — ein erfreuliches Beispiel neuererGeschichte, in der stets die Namen Washington und Franklin lebenwerden, sowie Kosciusko, Poniatowsky, Dombrowsky.

Beispiele von bloß lächerlichem Patriotismus finden wir in un-seren Duodez-Stätchen und Reichsstädten, wohin man auch mancheSchweizer Kantons zählen darf. Uri ließ das Schristchen: Ouill.

kable ckanoiss l verbrennen, und hätte wohl besser gethan, nachalten schweizerischen Urkunden zu forschen, die Teils Dasein bestärken.Viele Neichsstädter sahen es, wie die Römer, für eine mors vivilis ^

l Wilhelm Tcll, dänische Fabel. Ma» bat die Geschichte Tell's (mit den, Apfey inden dänischen Sagen bei Einsuhrung des Christenthums wieder gesunden. — r Bürger-liche» Tod.