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nirt roalitns appnrons. ' Der Stolze ist trocken, zurückgezogen, un-bekümmert um das Urtheil Anderer; der Eitle will Allen gefallen, da-her ist er biegsam und leicht zu behandeln. Stolz und Eitelkeit findensich nicht selten beisammen, indessen ist doch der Eitle seiner Schwächesich allzu sehr bewußt, um stolz zu sein; und der Stolze zu stolz, umeitel zu sein, daher er auch seltener lachen macht; aber der Eitle, derAffe des Stolzes, bietet desto mehr Lächerlichkeiten.
Eitelkeit ist Leere, ein bildlicher Ausdruck von Dingen genommen,wo das Aeußcre erhalten, das Innere aber verzehrt ist, wie ein Eiohne Dotter, eine Nuß ohne Kern und ein Faß ohne Wein. Wirsagen vom leeren Magen: »Es ist mir eitel," und vom trockenen Brodohne Butter: „Eitel Brod essen." Was leer ist au Gründlichkeit,Wahrheit, Dauer und Nützlichkeit ist moralisch eitel, und Alles hicnie-den in Bezug auf Ewigkeit; Mais la vortu u'irait xas si loin, «i I»vanits no lui touait Compagnie. ° Was würde aus milden Stif-tungen und Wohlthätigkeitsanstaltcn und andern Unterstützungen?Predigt der Prediger um Christi willen? Schreibt der Jurist umJustiuians und des Rechts willen? Kurirt der Arzt um GotteSwil-len? Wenn nur ein guter Zweck erreicht wird, so decken wir gerneden Mantel christlicher Liebe über die Ursache, und die guten Werkeaus reiner Menschenliebe stehen auf demselben Blatte, auf dem dieSünden verzeichnet find, zu denen uns der Teufel verleitet hat.
Eitelkeit ist die Klippe, an der die meisten Großen, gar viele Ge-lehrte und alle Weiber scheitern; denn nichts macht leichter zum Spieledes Schmeichlers als Eitelkeit, die überall nach Lob und Süßigkeitenschielt, wie Kinder nach der Tasche des Vaters oder der Mutter, wennsie wo gewesen find. Schon ein Paar Verschen machen auf Weibcr-herzcn den unglaublichsten Eindxuck, selbst auf Große; in dem Ge-danken, besungen zu werden, liegt für weibliche Imagination ein un-gemeiner Reiz, und daher sind Dichter stets gut angeschrieben beiDamen, und die Eitelkeit ist dankbarer als der Stolz. Ein orienta-lischer Dichter sagt: „Vier Dinge dürfen uns nicht schmeicheln: dieVertraulichkeit der Fürsten, die Schmeichelei der Damen, das Lächelndes Feindes und die Wärme des Winters, denn sie sind nicht vonDauer;" aber die liebe Eitelkeit nimmt Alles für baare Münze, dennsie ist die größte Selbstschmeichlcrin, und hält stets, wie unsere Altensagten, den Schwanz über das Nest hinaus, vrilliamini! Lrilliamini!»
> Scheinbare Realität. — » Die Tugend ginge nicht so weit, wenn ihr die Eitelkeitnicht Gesellschaft leistete. — « Glänzt! Glänzt.