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XVH.
Dir Fortsetzung.
O Eitelkeit! O Eitelkeit! I Die schönsten Mädchen werden alt.
Die engsten Hosen werden weit, O Eitelkeit! O Eitelkeit!
Die wärmste» Stuben werden kalt, s D'rum, liebe» Kinder, seid gescheit!
Es ist natürlich, daß weibliche Eitelkeit weiter geht als männ-liche : änin moliuntur, äuni oomuutur, annus ost! * Das Geschlechtvermag die ernsteste Verbindung aufzuopfern, sobald ihm ein Vorneh-mer oder Offizier zum Zeitvertreib den Hof macht, und wäre er derarmseligste Mensch. Wie viele Verbindungen sind nicht zurückgegangenwährend der vielen und langen Einquartierungen! Eitelkeit machtmehr Weiber fallen als Sinnlichkeit und Liebe. Noch habe ich dieErste zu sehen, die bei einem Besuch nicht geschwind noch einen Blickin den Spiegel warf; man muß sie stets nach ihren Handlungen be-urtheilen, mehr als nach ihren Reden; denn über diese sind sie weitmehr Herr als Männer, wenn auch nicht gerade immer. Es warenfreilich Laudmädchen, die sich beim Eintritt eines schönen jungen Man-nes im Garten versteckten; er rief entzückt über den schönen Morgen:„O himmlische Mächte!" und vernahm das Echo: „O, wir dankenIhnen gar schön, Herr N. N. I" "
Weiber sind im Unglück größer als Männer vermöge der weib-lichen Cardinaltugend, Geduld; aber im Glück sind sie wieder kleinerkraft des weiblichen Cardinalgebrechens, Eitelkeit. Im Unglück, so-bald nur der leichteste Strahl des vorigen Wohlstandes wieder leuchtet,heben sie ihre Häupter empor, als ob ihre Erlösung nahe, und alleBitten, Ermahnungen und Satiren eines D. Primrose helfen nichts,wenn der Teufel des Hochmuths und der Eitelkeit in sie fährt. Nureinmal gelang es dem ehrlichen Landprediger, als Frau und TöchterSchönheitswasser kochten, mit seinem Stuhle stille näher zu rückenund wie aus Versehen ihren ganzen Plunder ins Feuer zu stoßen.Die Eitelkeit der Weiber verleitet in der Regel die Männer zu grö-ßerem Aufwand aller Art, zur Lust nach Titel und höherem Range:
n^ fertig sind und sich putzen, vergeht ein Jahr. — 2 Jene meinten: Oh,