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lich zu unterwerfen; die Leicester und Essex wechselten, so viele Com-plimente sie auch annahmen wegen ihrer Jungfräulichkeit. Raleigh hatteeinst auf eine nasse Stelle seinen köstlichen Mantel gebreitet, und galtnun Alles; Essex trug einen ihrer Handschuhe auf seiner Mutze nachalter Ritterweise, und forderte den Commandanten von Ronen, umihm zu beweisen, seine Geliebte sei die Schönste auf Erden; dieserlachte, und der schöne junge Essex spielte auch wohl nur den Komö-dianten; denn die 58jährige großnasige Königin war nie schön undauch nicht besonders liebenswürdig, fluchte wie ein Reiter, und inder Hitze beohrfeigte sie ihre Hofdamen, so gut als ihren stolzen Essex.Schmeichler brachten die sonst große Frau zu der Eitelkeit, sich nochim sechzigsten Jahre für schön zu halten und zu glauben, was Ra-leigh im Gefängniß schrieb: „Sonst sah ich Elisabeth ein mnthigesRoß tummeln wie Alexander, jagen wie Diana, lustwandeln wieVenus, dann schien sie wieder eine Nymphe, um deren reizendeWangen ihr schönes Haar im Winde flatterte; bald saß sie im Schatteneines Baumes gleich einer Göttin, bald sang sie mit der Stimmeeines Engels, bald rührte sie wie Orpheus die Saiten, und ich, ichmuß ferne von ihr sein im Gefängniß." Raleigh fand Gnade.
Elisabeth, eine der ausgezeichnetsten Throndamcn in der Geschichte,die den Niederländern Vorwürfe machte, daß sie so viel Händel an-fingen um einer Messe willen, zog bei der Audienz oft ihre Hand-schuhe aus, um ihre schönen Hände sehen zu lasten, und derjenigeder Gesandten, der ihre Reize erhob, erhielt eine Kette zu 1600 Thlr.,die übrigen nur zu 800 Thlr. Der französische Gesandte Buzcnval, derüber ihre schlechte Aussprache paar ckiou, paar man ko>, paar-äonnor sto.gespottet hatte, wurde gar nicht angenommen, und der schottische Ge-sandte der Maria, Melville, hatte eine wahre Geistestortnr auszu-stehen, da sie mit ihm von Moden sprach und zuletzt fragte: „WelcheKleidung ihr am besten stehe? Ob ihr Haar schöner sei als das derMaria? rc. Melville sagte: „Jede ist die schönste ihrer Nation." —„Ist Maria größer?" — „Ja." — „Nun, so muß sie zu groß sein;denn ich bin weder zu groß noch zu klein!"
Papst Sixtns V., wohl eine der ausgezeichnetsten Heiligkeiten,wollte nur drei Personen kennen, würdig, Kronen zu tragen: Elisa-beth, Heinrich IV. und Sixtns. Er pries erstere glücklich, daß sieein gekröntes Haupt hätte springen lassen können, und wünschte sich,eine Nacht bei ihr zu sein, um einen zweiten Alexander zu zeugen.Heinrich IV. schrieb ihr, freilich im Gedränge der Ligne: so «oral,