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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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General Rapp, bei seiner Rückkehr von Elba, sich auf sein dickesBänchlcin schlagend, sagen mögen: „Bin ich ehrgeizig? ich? Ist mandick, wie ich, wenn man vom Ehrgeiz geplagt wird?" — „EuerMajestät scherzen," sagte Rapp.

Herrschsucht war stets die unersättlichste Leidenschaft: warumsollte der große Egoist nicht herrschen, da man ihm verstattete, seinenRaub zusammen zu packen, wie ein listiger Taschendieb, und so kurz-sichtig war, an seine vorgeblichen großen Maßregeln und Entwürfefür die Menschheit, ewigen Frieden, Gleichgewicht, Univcrsalvcrbrüdc-rung und Nationalglück zu glauben, wie an das Evangelium? Oftwiederholte er: tzuo ckira I'Iiistoirs? gas pensvra In postörits? ' undvergaß es immer wieder, ob er gleich den Nachruhm nannte la vraiaimmortalits cks I'ame. ^ Glaubte er nicht an die Allmacht der Zeit,welche die Wahrheit früher oder später ans Licht bringt?

HapolSon lo Oranä war zu klein für wahre Größe, fast wieI,va>8 Is Oranck und die eitlen Franzmänncr, und so fiel der Tempeldes Ehrgeizes zugleich mit dem Abgott, Frankreich, lo grauck empirs,mit seinem oinxoreur. „Ich fand die Krone Frankreichs zu meinenFüßen und hob sie auf," sprach er, und wahr; aber außerdem, daßer sie suchte, wäre es nicht edler gewesen, die unglückliche Nation vonden namenlosen Stürmen der schrecklichen Revolution aufzurichten undihr Ruhe und Friede zu verschaffen? Er gleicht Jxion, der statt derJuno eine Wolke umarmt, und nach der Fabel Centauren, Ungeheuer,erzeugt. Wir finden in seiner Geschichte selbst Züge echt weibischerEitelkeit, die wir nicht finden in dem Leben Cäsars und Carls desGroßen, Cromwells und Friedrichs.

Muth ist der wahre Ehrenpuukt der Männer, Keuschheit derWeiber; denn beide Tugenden schätzen beide Geschlechter instinktmäßigam höchsten an einander. Ohne diesen Umstand wäre vielleicht beimManne Weisheit und Tugend, beim Weibe Witz und Gntmüthigkcitan die Stelle getreten. Ehrliebe und Ehrgeiz sind ohnehin zweierlei,und Billars hatte Recht, zu sagen: „Meine höchsten Lebensfreudenwaren, wenn ich in der Schule den Preis gewann, und im Felde denSieg." Wir wüßten dann vielleicht nichts vom Gefühl der Schande,das roth macht, wenn Hoffnung da ist, die Ursache zu verbergen, undblaß, wenn diese Hoffnung verschwindet, am Ende aber weder mehrroth noch weiß, wie bei Cardinal du Bois. Der Regent trieb ihn

l Was wird die Geschichte sagen, waS die Nachwelt denken? — i Die wahre Nn-jlerblichkeit der Seele.