Band 
[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Unser Klopstock aber steht in der Mitte:

Reizend klinget des Ruhms lockender SilbcrtonIn das schlagende Herz, und die UnsterblichkeitIst ein hoher Gedanke,

Ist des Schweißes der Edcln werth!

XX.

E Der Eigensinn.

Eigensinn ist ein Ableger der Selbstsucht oder Eigenliebe undzeigt sich schon bei den kleinsten Kindern, wie Mütter und Erzieheram besten wissen, die so oft vergebens Dämme entgegen zu sehensuchen. Das Kind, dem man Alles thut, was es will, dem man dasVerlangte sogleich in die Händchen gibt, statt es allenfalls zu dem ver-langten Gegenstände hinzuführen, muß eigensinnig werden. Man mußes manchmal schreien lassen, ohne darauf zu hören, sonst wird seinGeschrei, das anfangs Bitte war, Befehl, und es entstehen daraus diexruinls enjnns, petits Iiommes! 2 Absolutes Wollen oder Eigensinnist eine gewöhnliche Eigenschaft des Genies; weit größere Starrköpfesind aber noch die Schwachköpfc, die Augen haben und sehen nicht,und Ohren und hören nicht; sie .bleiben aus Unvermögen zu denkenbei den einmal gefaßten Ideen, sehen die Schwierigkeiten nicht ein,und gelangen darüber manchmal doch znm Ziele; denn Gott ist inden Schwachen mächtig. Der bekannte Kümmclkäfcr, der bei derleisesten Berührung wie todt da liegt mit eingezogenen Füßen, hatsich so gut als ein römischer Kaiser den Namen Pcrtinax verdient.

Wir nennen Trotz, wenn der Eigensinn keinen anderen Gegen-stand seines Begehrens hat, als lediglich seinen Willen, ohne Rücksichtauf Vortheil oder Vergnügen; er fließt aus Stolz, nicht selten aberauch aus Schwäche; die Maschine ist einmal im Gang, der Wille ist

i Kann ich den Himmel nicht beugen, so werd' ich die Hölle bewegen. — » GroßeKinder, kleine Männer.

DemvkrlloS. IV.

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