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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Mörders. Er starb als echter Held stehend, die Hand am Degen; inseiner Tasche fand man Gustav Adolphs Bild und ein Gebetbuch.

Ein Künstler Schwedens hat auf Carls Marmorsarg eine Löwen-haut und eine Keule von Bronze gelegt, Symbole, die das Großeund Zerstörende seines Charakters herrlich ausdrücken. Größe, zer-störend oder heilsam, zieht stets an, und so ist der Zerstörer desLandbanes und alles Kunstfleißes, der Berderber seines armen Landesnoch heute das Thema der Begeisterung seines Volkes und ein großerMann, ob er gleich mehr einzig als groß zu nennen ist. Der Heldunserer Zeit, der sich gar nicht gerne mit Carl XII., wohl aber mitCarl dem Großen oder Cäsar vergleichen hörte, heißt auch groß,wenn er gleich die blühenden Länder seiner Nachbarn verwüstete, undden eigenen Boden, der ihn groß gemacht hatte, in Grans und Ascheverwandelte. Man kann beide Meteore ihrer Zeit im Bildnis; imZimmer haben als Symbole der Kraft und des Muthes, aber Carlwar moralisch größer, forderte seine Vertrauten oft selbst zum Frei-muthc auf: voui, maloäloainus äs rsxo,' war liberal und jovial;nur einmal sah man ihn zornentbrannt über einen groben Betrugeines Lieblings, und ich kenne mir eine barbarische Handlung, dieich aus seiner Geschichte wegwünschte: die ungerechte Hinrichtung Pat-kuls. Aber wie viele barbarische Handlungen kleben nicht am Cha-rakter des Corseu? Carl soll selbst hiezu von Feinden des Unglück-lichen verleitet worden und geneigt gewesen sein zum Vergeben, denner verabscheute alles Blutvergießen außer dem Schlachtfeld«:. Montes-qnicu's Anssprnch hat mir immer gefallen: II n'Ltuit xns ^loxuuäro,Mais II eüt stö Is lueillsur solckrft ck'Hoxauilrö. 2 Man bedenke seineZeit (1682—1715), wie sie von Königen dachte und deren Hauptberufin den Krieg setzte, und man muß Carl nicht bloß achten, sondernlieben; wer mag Napoleon lieben? Unbegreiflich bleibt sein Eigensinnzu Dresden, wo die Verbündeten ihm noch das Schicksal Frankreichsund Europens überließen, und dann später, wo diese siegreich anFrankreichs Grenze standen. Er kannte nur Krieg auf Tod undLeben, und dachte nicht besser als Louis XIV.: „l'ätat o'ost mol ft"

Gustav IV- hatte die unselige Idee, seinen großen Ahnherrn kö-pften zu wollen, und machte sich lächerlich; er wollte den Franzosenin den Rücken fallen, als sie in Spanien beschäftigt waren, und daihm einer seiner Generale bemerkte, daß die Franzosen eigentlich keinen

> Komm, laß^uns über de» König schimpfen. — r Er war kein Alexander, alleiner wäre der beste Soldat Alexanders gewesen. — b Ich hin der Staat.