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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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clever in Spanien half vor einem Gasthause zu Cordova einem altengeistlichen Herrn aus dem Wagen; es war der Großinquisitor: „Siesind gewiß ein Franzose?" — „Nein, ein Deutscher I" — „Ach!kennen Sie meinen Oheim, den Grafen Vasquez, österreichischenGeneral zu Wien? Wie befindet er sich?" —„O sehr wohl, wenn ihnnicht gerade die Gicht plagt rc." sagte Hasenclever^ der ihn nicht ein-mal dem Namen nach kannte, und diese kleine Lüge war ihm sehrnützlich. Um der lieben Ruhe willen, oder wenn man gar geliebt seinwill, sind solche kleine Lügen, vorzüglich an kleinen Orten, an ihrerStelle. Schweigen ist klug; Alles schön, gut und trefflich finden,führt aber noch weiter, und der liebe Gott, der ganz andere Dingenachsieht, schreibt uns gewiß die Höflichkeitslügcn nicht in unserSündenregister.

Lügner sind der Windbeutel leibliche Brüdcr, und der Repräsen-tant aller komischen Windbeutelei ist der Gascon, der Alles weiß undAlles gesehen hat, und selbst bei Erschaffung der Welt war, aber mirdennoch lieber ist als der Pariser. Er lügt, ohne es zu wissen,schneidet auf, ohne es zu wollen, und die Hyperbel gehört zu seinerNatur; sein Charakter ist possirliche Eitelkeit, seine Windbeutelei arg-los, und sein Degen der Schlüssel zu jener Welt, und seine Garonneübertrifft alle Ströme der Erde. „Aber die Tiber?" rief ein Römer:

6s u'est qu'liu rnissenu,

1,s Didre, saoäis, Keils msrvsills!

8'il se wootrail au xieä äv rnon ekätoau,

1s ksrLis wsttrs on bouteille! *

Die Matratze des Gascogners ist mit den Backenbärten seiner Feindeausgestopft, die er erschlug; wenn er in trüber Witterung dem Paket-boot von Dover in einem Kahne nachgeeilt ist, so behauptet er amBord, er sei nachgeschwommen, und wenn ihn ein Lord wegen dieserexcellenten Schwimmkunst in Dienste nimmt, um eine Wette zu ge-winnen, so erscheint unser Gascon kühn mit einem Korkkästchen vollWein und Wurst, weil er nach Gibraltar schwimmen wolle, und sichdoch mit etwas Provision versehen müsse; der Gegner wagt nicht, esmit ihm aufzunehmen. Man erzählt ihm von einem Echo, das sechsbis sieben Mal wiederhole, vaäääis l ruft er aus, wir haben eines,

* Ein herrlich Ding, die Tiber schleichtSo wie ei» Rinnstein dort im Stillen;

Wenn sie an meinem Schloß sich zeigt.

So laß ich sie in Flaschen füllen.

DcmolritoS. IV.

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