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und rief: I Issl a xrielc in mx üesül ' Diese grobe Zweideutigkeit warAlles, was ihr der Geist eingab; sie sehte sich wieder, und die Versamm-lung schien sehr erbaut. Wilhelm von Oranien lebt in der Geschichte unterdem Namen des Schweigenden; auch der herrlichste Papst Clemens XIV.hieß nur Silentio I., und antwortete auf die Frage: „Aber besorgenSie nichts von ihren Sekretären?" — „Ich habe drei," sagte er, dreiFinger in die Höhe hebend, „und besorge nichts;" und Thugut, derPitt Oesterreichs, gab seinen Untergebenen alle Arbeiten schweigend,und machte jedesmal bloß eine Verbeugung. Das Wort ist ein Weib-lein, die That aber ein Mann. Ein mir unvergeßlicher, lieber, aberhöchst neugieriger Alter führte gegen mich häufig die Worte im Munde:„Maria behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen," sooft er meine Meinung wissen wollte, und doch konnte er wenigerschweigen als die schwächste Maria, wie ich leider zu spät gewahrwurde.
Schweigen können zeugt von Kraft, schweigen wollen von Nach-ficht, schweigen müssen vom Geist der Zeit. Schweigen verräth nichtund es ist oft eine Nothwendigkeit vom Homerischen öS6vr<ov«Gebrauch zu machen. Du boea oerraäa no sntra inosoa, 2 sagen dieSpanier, und der alte Simonides: „Oft gereute es mich, gesprochen,nie aber geschwiegen zu haben, wobei Hippokrates noch bemerkt: „auchmacht schweigen keinen Durst." Die Redner des Alterthums machtensich viel Geld durch ihre Redekunst, der käufliche Dcmosthenes aberdurch Schweigen, und ich weiß nicht, wie es damit in unsern stän-dischen Versammlungen gehalten wird. Der wahrhaft Verschwiegeneweiß selten, daß er es ist, und wer von jemand sagt: „Es ist einsehr verständiger Mann, nur schweigen kann er nicht," kommt mirvor wie einer, der ein Mädchen lobt: „Es ist ein sehr braves, hüb-sches Mädchen, wenn nur ihre vier Bankert nicht wären."
Tausende würden in Ansehen bleiben, wenn sie die Kunst zuschweigen verständen, und Schulnbnngcn im Schweigen wären viel-leicht .so nützlich als die Uebungen im Reden. Viäos und tüliiem*find relativ, sagt die Schule; aber sicherer ist es, sich nie durch trau-liche Läuoia von trcls Anderer abhängig zu machen, und das iläo, 8vckoa> viäo ° vorzuziehen, selbst bei der Versicherung, daß man auf ihreVerschwiegenheit Häuser bauen dürfe, ja ganze Pulvermagazine. Mankann recht gut durch Stillschweigen sprechen, wie viele Prediger gar
> Ich fühle einen Stachelgeschlossenen Mund dringt leine
in meinem Fleisch. — 2 Zaun der Zähne. — 2 In einenFliege. — « Treue und Vertrauen. — o Trau schau wem.