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Schranken trat und sprach: „Drei Tage schon ist es, daß eine Fenster-scheibe, vor der ich gerade sitzen muß, zerbrochen ist, seit drei Tagenlaufe ich Gefahr, für das Vaterland den schrecklichsten Rheumatismuszu holen, ich bitte, die Sache sogleich in reifliche Erwägung zu neh-men." Ich habe mehrere Mitglieder unserer deutschen Ständever-sammlungen im Verdacht, daß sie heimliche Britten seien, und glaubees schon in ihrem bloßen Ja und Nein bemerkt zu haben. Die Mehr-zahl kann so eigentlich nicht reden, die Minorität mag aber nichtreden, und zu den wenigen Ausnahmen gehören die, denen dasSchweigen schwerer füllt als das Reden, die aber schweigen ot oslaxour (MUSS. l Ob Wohl je ein M.rabeau unter uns auftritt undspricht: äs äsnouos Is silsnss äs I'^bbs Lioxos oommo uns eala-mitch xudtiguo. ^
Nach Ariost's schöner Dichtung floh das Stillschweigen aus derSchule des Pythagoras nach den Zellen der Mönche, sodann zu Ver-liebten, Räubern, Mördern, Verräthern und Betrügern, jetzt findetman es nur noch mit Gewißheit in der Höhle des Schlafes, und daskaum, da gar Viele im Schlafe schwatzen. Garrulus straft das Sprüch-wort: „Wer stirbt, hat ausgelernt," lügen, er lernt erst im Todeschweigen. Die wahre Loge der Verschwiegenheit ist nicht unter Frei-maurern, sondern allein in der Todtcnkammer; aber ihr nähert sich dochdas Studirzimmer des einsamen Denkers, und ich wüßte kein schöneresBild über dem Schreibtisch, als den schönen Kupferstich von Cara-vaggio's berühmtem Silcnzio. —
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Ich wüßte auch keinen schöneren Schlußreim als den alten Leber-reim, der sich neben Luthers: „Ein Jeder lern' seine Lektion, so wirdes wohl im Hause stöhn," stellen darf:
Zung, Bauch und SchamHalt stets im Zahm (Zaum).
ein
> Und daS aus Gründen. — 2 Ich bezeichne das Schweigen des Abbs Sieycs alsöffentliches Unglück.
2 . . . O Schweigen!
Der feinste Wip wird übermanntDurch deiner Einramme Schwere.
Ja, du bewahrst der Frauen Ehre,
Der Tropf erhält durch dich Verstand.