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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Sicbenmcilcnstiefel, wie dic Fabel von der, goldene Eier legenden,Henne, nnd die Nürnberger Männchen mit dem Dukaten im Hintern;ja, dic ganze Weltgeschichte, was zeigt sie uns anders als ewigeArgonautenzügc nach dem goldenen Vließ, das längst nicht mehr zuKolchis, sondern in England gesucht wird, und von Engländern wie-der in Ost- und Westindien? Die Spanier suchten in Amerika nurGold, daher verbreiteten sie sich nicht nach Norden, und der Name derweiten Provinz Canada verewigt ihren Golddurst: „acL nsäa," hier istnichts! Nur in der Jugend lassen wir aufgehen, wo wir noch gar nichtwissen, was wir künftig brauchen werden, und im Alter sparen wir,je weniger wir mehr brauchen. In der Jugend wünschen wir solange zu leben, bis wir unsere Geldsäcke an den Mann gebracht haben,und im Alter nur noch so lange, bis sie voll sind. Welche Mühe nndGefahren kostet es nicht, bis Gold und Silber ausgegrabcn, herbei-geschafft, geläutert und gemünzt ist, und der Geiz vergräbt es wieder.

Geiz ist die regelmäßigste Leidenschaft, und daher leichter zubetrachten als Ehrgeiz, Liebe, Wollust rc., die sich abändern nach einesJeden Individualität; der Geiz aber spricht: „Geld! Geld! Geld!und dein Wille geschehe!" Ein Stein bewährt das Gold, und Golddie Menschen oder eigentlich die Leute. Es gibt einen ängstlichenGeiz, der stets verläugnen will; einen niederträchtigen Geiz, derüberall zu berücken und zu bezwackcn sucht; einen mürrischen Ucppig-keitsgeiz bei den höheren Ständen; einen kaufmännisch-phlegmatischenGeiz. Geiz geht zunächst aufs Geld, baar oder Papiere, Habsuchtaber auf Alles; Habsucht unterscheidet sich vom Geize, daß es ihrnicht wie diesem am bloßen Haben genügt; sie ist aktiver Natur undwill auch Genuß, der Gewinnsüchtige kann sogar Verschwender sein.Geiz in Kleinigkeiten nennen wir Knickerei, Knauserei, Filzcrei.Aristophanes nennt den Knicker Kümmclspalter und die

Österreicher nennen ihn Küstenpfennig und Knödalzähler. Der Pom-mer sagt: äs vill llt oensr banä tvro Lote malcen ' — üo treet rv-oleins egsns sobitsl Die Franzosen sprechen ein tZripps-sou, I'osso-kcksttüisu und I-aärs reit, und ein solcher sagte bei einer neuenkleinen Auslage: Ou eu vsnt tonjours L nous untres pauvres riolios! "

Komisch ist die magnetische Kraft des Goldes; je größer derHaufe, desto anziehender; und fängt jemand einmal an, sich Kapitalienzu sammeln, so geräth er jedes Jahr tiefer in den Text, und spricht

> Der will aus einer Hand zwei Fäuste machen. — r Man will immer an uns armeReiche.