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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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sehr dick, dieser sehr mager; daher zog er mit der Kreide eineLinie in der Mitte Desessarls: „Welche Seite soll ich treffen, dennbei der ganzen Masse hätte ich zuviel voraus?" Desessart, der belei-digte Theil, umarmte Dugazon. Scherz ist in der That eine ArtZweikampf ohne Blutvergießen, und kann, was der Zweikamps thatoder thun sollte, die Menschen geschliffener und gemessener machen.Der Scherzende übernimmt die Rolle, augenblicklich zu täuschen; aberdas Interesse des Scherzes liegt gerade darin, wenn beide wissen,daß das Ganze nur zum Vergnügen dienen soll wie Spielkarten.So scherzt ein jovialer Alter mit einer jungen Schönen, indem ersich verliebt stellt, und macht sich und sie aufgeräumt; meinte er Ernst,so wäre er ein alter Geck, dem Diogenes zuriefe: „Fürchtest du dichnicht, daß dich das Mädchen beim Worte nehme?" und nähme es dasMädchen übel, so wäre sie eine Gans. Aus dem Grunde der Ver-stellung erregen die Scherze eines Mannes, den wir als falsch kennen,nie reines Vergnügen, und man verzeiht leichter noch selbst plumpeSpäße einem treuherzigen Grobian, gleich dem Bären, der seinemschlafenden Einsiedler die Fliegen abwehrt mit Steinen, wenn dieSteine nur nicht gar zu groß sind. „Ich sagte ja nur so!" Ilr«eggoäo «tat allckovü so man!

Scherz bleibt indessen eine so kitzliche Sache, daß man nur mitvertrauten Freunden, und nur Liebende mit einander scherzen sollten.„Was sich liebt, neckt sich," entschuldigt Alles. Leute, die sich nichtleiden können, sollten sich nie vor den komischen Hohlspiegel führen;und recht unzart ist es, wenn Witzige solche Leute, die keine Gegen-antworten haben, ausziehen, oder auf Dinge angespielt wird, wobeider Gescherzte Blößen gab oder Verdruß hatte; sie erreichen höchstensden Zweck, daß man sich nie wieder mit ihnen befaßt; denn wer sichunter die Kleien mischt, den fressen die Schweine. Nichts scheint mirschuldige Achtung auf eine unverschämtere Art zu verletzen, als wenneiner mit dem scherzt, von dem er weiß, daß er ihn nicht ausstehenkann. Selbst dem glücklichsten Scherze gelingt es nicht immer, Zweifelund Zweideutigkeiten zu entfernen, und so entstehen Mißvergnügenund üble Laune trotz aller Versicherung, man habe es nicht böse ge-meint. Hume schmollte lange mit einem Freunde, der ihm, nacheinem freien Gespräch über Religion, die Treppe hinab leuchtete, wassich jener so emsig verbat, daß er darüber hinabrumpelte. „SehenSie! wie oft sagte ich Ihnen nicht," rief dieser lachend, „daß Ihrnatürliches Licht nicht zureiche?" Aus dem Scherze, den Jemand übel