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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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übel, als er gegen den Scheldekrieg war und meinte: „die Holländerwerden schießendem Kaiser aber, der mit den Worten nach Ungarnging: „Sie schießen nicht," berichtete: „Euer Majestät werden ausden Anlagen ersehen, daß die Holländer geschossen haben." So lächelteer auch nur, als der Minister einem griechischen Erzbischof, der alsPope wegen eines Vergehens fünfzig Prügel bekommen hatte, denGeheimenrathscharakter verweigerte, den Joseph bereits zugesagt hatte,und meldete ihm trocken: „Ueber das Geheime hat er seine öffentlichePrüfung erstanden, fünfzig Prügel vermochten ihn nicht zum Geständ-niß zu bringen, und so mag er Geheimrath heißen." Oft mußte Jo-seph im Vorzimmer des alten Ministers warten; dann scherzte er mitden Anwesenden: „Glauben Sie wohl, daß ich heute Kauniz sprechenkann?"

Friedrich wurde nach den Fünfzigern sanfter und wohlwollender;Joseph erlebte leider Friedrichs Jahre nicht, aber hätte er sie erlebt,wohl Oesterreich! hätte er einen festeren Charakter errungen, er wäremehr als der Einzige; liebenswürdiger war er ohnehin. Friedrichrief bei dem elenden Gesangbuchsstreit: Llou Visa! Du Kotes vous msI'avs? ckouus, st o'est ä ckss bstos gns so vous Is rsuäs! ' Aberwas waren erst die Schwierigkeiten, mit denen Joseph zu kämpfenhatte? Mitten unter der gröbsten Sinnlichkeit, Indolenz, Pfafferei,Adelsstolz und spanischer Etikette erzogen, verbreitete er Mäßigkeit,Thätigkeit, Toleranz, Liberalität und Humanität, und suchte alle jeneTeufel auszutreiben, wie kein Kaiser vor ihm; aber mit vielen Dingenging es ihm, wie mit seiner Verordnung: „die Leichen in Säcken zubegraben;" er mußte sie zurücknehmen und rescribiren: „Wollen Siedurchaus länger faulen, so ist mir nichts daran gelegen." Von un-sern beiden großen Deutschen neuerer Zeit gilt das Dictum, dasrühmlich nud unrühmlich genommen werden kann: II xsuss sn xki-kosoxüs st agit sa roi. ^

Joseph, den ich noch nicht verlassen kann, begann seine Regenten-thätigkeit mit der Reichsjustiz, stieß überall an, empfand zuletzt einenEkel vor dem Beruf eines Kaisers und spottete über das heilige rö-mische Reich, wie Friedrich. Er beschränkte sich nur auf seine Erb-lande, und wer möchte ihn jetzt noch tadeln, wenn er darauf dachte,bei schicklicher Gelegenheit die alte Rumpelkammer zu sprengen? EinemJoseph kann man selbst ein bischen Despotismus übersehen, wenn er

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AlS Vieh habt Ihr eZ mir gegeben, und als Meh erhaltet Ihr es zurück. —denkt als Philosoph und handelt als König.