Band 
[Siebenter Band. - Achter Band.]
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?Lls8 aus, die zum Theil echt Boccaccisch sind, wie .lannarv anätbs -«'iss ok Ratli, tbs Llillsr's talo, tlie tals ok tüv Hans etc.Drydcn und Pope haben Chaucer modernisirt und mehrere komischeErzählungen von Drqden, Prior, Butler, Swift und Pope verdienenErwähnung.

Und wir Deutsche! Wollte Müller, als er sagte: „wenn ich dieDeutschen scherzen sehe, so ist mir, als ob ich den großen Haller imDomino tanzen sähe," so witzig sein, als der Franzose, der uns mitSchmetterlingen in Steifstiefeln vergleicht? Der Gelehrte kannte wohldie feinere Welt viel zu wenig. Wahr ist, wir müssen Spaniern,Italienern, Franzosen, selbst Britten nachstehen, und die Biographienihrer berühmten Männer liefern eine Ernte, die gegen die unsrigedreißigfältig ist; und doch sind Deutsche keineswegs ärmer an Witzund Lanne, und an Jovialität übertreffen wir wenigstens die Britten.Wir verstehen noch nicht, den reichen Stoff in die Feder zu lassen,trotz aller unserer Schmierereien, aus schildbürgerlicher Discretion undDelicatesse, die den Gott Comus für anrüchig hält, wie einst Schäferund Schinder, und aus lauter Gelehrsamkeit, die das Komische unterihrer Würde hält, und doch stünde im lustigen deutschen Süden (inFranken, Schwaben und Elsaß, vielleicht mehr, als in Bayern undOesterreich) eine reiche Aehrenlese zu Diensten der Bücherwelt. Dieersten Witzbolde, denen wohl ist, denken lieber an Essen, Trinken undxetites allairos, als aus Bücherschreiben. Vielleicht denkt man daran,wenn es einmal einem deutschen Vater einfallen wird, sein zweitesSöhnchcn, zum Contrast mit dem Erstgebornen Ernst, Scherz zunennen: Ernst ist ein echt deutscher Familienname, den keine andereNation auszuweisen hat; aber neben mehreren Ernsten dürfte immerein nachgcborenes Scherzchen mitlaufen.

Unsere älteren Bücher, worunter wir fast alle zählen dürfen, dievor 1760 geschrieben sind, liefern wenig Gedeihliches, und Panli,des Barfüßers von Kolmar Werk: Schimpf und Ernst, mit Holz-schnitten, 1518, Fol., woraus ich bloß zur Probe anführen will: „dielangen Predigten dienen zu nichts, denn daß die Leute schlafen, dieWeiber in die Stühle saigcn und der Predikant müde wird," kann sowenig mehr gefallen, als unser Fischart, Wernike, Logau, Güntherund Picanter oder Henrici, und wer fände noch Pauline zeitkürzendeLust, Frankfurt, 1693, 3 Bde. 8. zeitkürzend? Selbst die Männer,die einem bessern Geschmack die Bahn gebrochen haben, die Hagedorn,Liscow, Rost, Rabener, Geliert, Zachariä, Gleim, fangen an zu altern,