Raub der Zeit geworden. Weit älter sind die Mährchen der Orien-talen, die jedoch mehr wunderbar als komisch sind, und diese scherz-hafte Literatur des Mittelalters beruht auf den lustigen Liedern derTroubadours oder ihren Soulas (Lolatia), mitunter oft ziemlich zotig.Die neuere scherzhafte Literatur beginnt mit der Novelle und denriins xiaoevoli' der Italiener, wo Boccaccio und Baudello gerade aufsZiel losgehen, während Seladon sein Leben in acht dicken Bänden ver-seufzet; man stößt auf Cynismen und gar oft auf gar keine Scherze,wie z. B. Iwrsäauo Sekerri Aeuiuli (Vsuot. 1666) reine Redeübungensind über ernste Gegenstände der alten Geschichte. Die Oontos undRsttros farailiäros der Franzosen, oder ihre ernst scheinenden Abhand-lungen klistoirs dos des Rots oto. ? sind schon mehr, und
Niemand wird es gereuen, des vergessenen Voitnre Briefe zu lesen.Voitures Witz ist noch nicht veraltet, und doch ist er und St. Evre-mond, die vor hundert Jahren das waren, was späterhin Voltaire,schon vergessen. Ob dies nicht nach hundert Jahren mit Voltaire undseinen RsoSties ^ auch der Fall sein wird, die mir schon nicht rechtmunden? Die scherzhaften Liederchen der Franzosen, ihre Vaudevilles,wo Panard ein zweiter Fontaine ist, und das Trillern dieser Lieder-chen vermehren offenbar den Hang derselben zum Frohsinn und selbstzu Thaten, wie ihr iru, la Uarsoilluiss und Rsvsil du psuxls,und oft hörte ich in französischen Lagern ein Trinklied, das wenigergekannt, und dessen Schluß echt französisch ist:
Ost univers. 3,k! qu'!1 est beau,
Nais pourquo! äans es Aranä ouvruFSKeiAnsur a-t-il m!3 taut ä'eau!
I^e vin uav plairait äLvantaSs.
8'!1 n'u. PL8 fait Ull öltzMLQtOe estts llqusur ruirieonäe,
LeiAnsur s'sst rnontrs pru6ent,
XvU3 eu85l0Q8 ä658sods ls rrionäs. ^
Eckt französisch, sagte ich, denn es sind offenbare Gasconnaden,und was ist der Franzose gegenüber dem Deutschen, wenn dieser rechtins Saufen geräth?
Unter den Britten zeichnet sich Chaucer mit seinen Oantorburx
Erzählungen und vertraute Briefe. — Geschichte der
t Angenehme Reime. — 2Katzen, Ratten. — s Witzworten.t Die Welt, wie ist sie doch so schön!Doch weßhalb ließ der Herr vor AllemSo viel von Wasser drin entftehn?Weit besser würd' uns Wein gefallen!
Doch daß aus diesem rothen SaftDer Herr kein Element gemacht,
Das hat er weislich sich erwogen.Sonst wär' die Welt Held aufgesogen.