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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Sottisen. — Kann man Monarchen Preßhaß vorwerfen, oder nurübel nehmen, wenn ein alltäglicher Beamter, dem die im ersten Theiledieses Werkes weiter ausgeführte Abhandlung über Lebensklugheitund Einfachheit im Wochenblatts mißfiel, eine Platte Gegenäußcrungdrucken zu lassen einfältig genug war, wodurch gerade das Publikumdarauf aufmerksam und er lächerlich wurde? Er mag sich getroffengefunden haben; aber hätte er nicht besser gethan, in das Kümmerleinzu gehen, sich zn prüfen und dann zu bessern zu seinem und derDeinigen Besten? Natürlich äußerte ich nichts weiter als die Frage:„Hat der Schulz Grund, sich zu beschweren, oder gar aotio injuriaraiu ^anzustellen, wenn er sich in einer Predigt seines Pfarrers getroffenfühlt?"

Ein weises Preßgcsetz, das nothwendig ist, beugt allen Nachtheilenmöglichst vor. Die Formel: „Alles darf gedruckt werden, was nichtgegen Staat, Religion und Sitten ist," läßt »«ausgemacht, was eigent-lich dagegen sei? Und noch schlimmer ist der Satz: „Jeder darf druckenlassen, was er will, bleibt aber dafür verantwortlich;" denn er istgefährlich für den Staat: das Uebel ist geschoben, ehe man es erfährt;und noch gefährlicher für den Autor, wie Richelieu wohl fühlte, dereinst eine Wette einging, daß Keiner fünf Worte schreiben könnte, woer ihn nicht packen wollte: „Zwei und Eins sind Drei." — „Unglück-licher! Sie läuguen die heilige Dreieinigkeit! fort in die Bastille!"Solche Miniatur-Richelieu? haben wir noch in Menge, und hier istdas gute Deutschland noch weit, sehr weit zurück, und sehr klein!

In Hinsicht des Staates können Angriffe auf die Regierung undden Regenten, oder Aeußerungen, welche mit dem Staatssystem imWiderspruch stehen, und dadurch dem Ganzen gefährlich werden kön-nen, nicht wohl geduldet werden, wohl aber allgemeine wissenschaft-liche Grundsätze und bescheidene Rügen über das und jenes, wasanders sein sollte und besser sein könnte. In Preußen ging die Preß-freiheit offenbar zu weit, z. B. in der Gallerie preußischer Charactere,in den Feuerbründcn rc., ja Massenbach ging noch weiter in Dingen,die Geheimnisse des ihm anvertrauten Amtes betrafen, und soll sogargegen die Regierung geäußert haben, er wolle nichts drucken lassen,' wenn man ihm das Zahle, was ein Londoner Buchhändler ihm ange-boten habe, elftausend Pfund Sterling! Ein liberales Preßgesetz erlaubtsogar ernste und ruhige Betrachtungen über die Verfassung des eigenenStaates, und öffentliche Wünsche für Verbesserungen ohne persönlichet Eine EhrcnkrimkuligMage.