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man selbst in gerader Linie die ganze Erde zu Fuße umgehen, wenn mannur täglich eine Stunde macht, binnen dreißig Jahren. Nach undnach werden meine guten Landslente auch da stehen, wo Britten undFranzosen längst stehen, und weniger vor freien Ideen erschrecken,oder gar sich beleidigt finden, zum Richter laufen, nach Pistolen undDegen greifen, oder sich vor ganz Deutschland zu Tode schämen wollen,wenn etwas Gedrucktes im Wochenblatt erscheint, das kaum von zwanzigim Amtsbezirk gelesen wird. Das Städtchen will nur gedruckt seinauf der Landkarte, hält etwas für wahr, weil es gedruckt ist, undHonoratioren haben sich durch Klagen schon so lächerlich gemacht, alsder Bauer- Werden sie nicht eine Ehre darin finden, mit ihrer Zeitfortzugehen, und das nicht mehr verlangen, was selbst Könige nichtmehr verlangen? Ein großer Schritt ist schon geschehen durch Auf-lösung unserer lächerlichen Vielherrschafterei, und so wollen wir unslieber bei gewissen Vorfällen in der Stille fragen: „Habe ich Recht oderUnrecht ?" — im erster:! Falle lachen, und im letztcrn vielleicht uns bessern.
Noch haben wir Männer, die keine Bergfcstung schreckt, und wemdas Herz blutet, wenn er in der Geschichte auf die edlen Opfer desverächtlichsten Despotismus stößt, dessen Brust erweitert sich auch beidem Gedanken, als Wohlthäter der Menschheit fortzuleben. Mit die-sem Gedanken betrat Hnß den Scheiterhaufen, und Morus und Sidneydas Blutgerüste, und mit diesem Gedanken sprach de Witt, im Auge-fichte der Tortur, Horazens bekannte Strophe: .lustuu: st tsugoemxrogositi virum vtv. ' Wer für sich noch zu hoffen und zu fürchtenhat, wird seine Fühlhörner nicht so leicht ausstrecken, aber immer hates Männer wie Senme gegeben, die alten Sauerteig alten Sauerteigzu nennen wagten, selbst wenn sie zweimal gegen die Freiheit zuFelde ziehen mußten. Große Männer haben auch die Preßfreiheit niegefürchtet, und wo kein Pulver liegt, kann man die Leute rauchenlassen i je elender und gemeiner aber der Gewalthaber ist, desto weni-ger vermag er zu überlegen, daß die öffentliche Meinung dem Stromegleicht, der allzusehr eingedämmt, endlich brausend aus seinen Uferntritt und Alles mit sich dahin reißt. „Kerl, ich sehe dir an," sagteein Fürst des Rheinbundes, „du raisonnirst in Gedanken?" und beiErscheinung von Helvctius cke I'Lsxrit und Voltaire's kuoslls mußtedie Polizei zu Bern Nachforschungen anstellen, und meldete: Daustonts la Luisse ll nJ a ni Usxrtt i>: kiioslls! 2
: Der Mann. der standhaft bei der Gerechtigkeit verharrt... — 2 HelveUus Geist.— Boltaire'-d Jnngsran (von Orleans). — In der ganzen Schweiz gibt es weder einenGeist noch eine Jungfrau!