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auch keinem Herrn besser zu dienen war, als einem auf Com pctcnzEin solcher Pocodenari zahlte auf Reisen nie anders als mit Du-,katen, die zuvor vom Juden mit schwerem Agio entlehnt wurden,welches letztere Maria Theresia jedoch nicht nöthig hatte, der er esabgesehen haben mochte. Schön war es jedoch, daß man von Vielensagen konnte, was jener französische General, der unter eine Gesell-schaft solcher versprengter kleiner Herren 1796 gerieth, bei der größtenVerlegenheit seines deutschen Begleiters sagt: Va, va, es sont ä«bong kriaass, j'sn avais uns ckoimains ckans ma eliainbre, ils stateuttous kort polis. * Friedrich, als er zu Schonen von dem Freiherrnv. Groote angeredet wurde: „Ich freue mich, Eure Majestät aufmeinem Territorio zu sehen," lächelte ein VoilL äeux Souvsrains! ?Es war doch hochkomisch, wenn sich ein Junker, der ein altes ver-fallenes Schloß besaß mit einem steinernen Wappen, ein Schock ge-kleckste Ahnenbilder, einige Klepper und zwanzig bis dreißig Bauernals Souverän dachte und benahm, und nur wenige werden einemReichsritter ähnlich gewesen sein, der mir eine lateinische Inschriftauf die renovirte Dorfkirche vorlegte, die anfing: Ksgnantibns sto.ich machte ihn aufmerksam auf das ungarische Latein und auf dieGlossen Durchreisender durch das kleine, zwei Vettern noch gemein-schaftlich gehörende Dorf, und er begriff mich. Ob es nicht auchZeit wäre, sich der Worte Unterthanen und Herrschaften zu entwöhnen?Nach den Rittern kamen unsere Grafen, so zahlreich als die zuVerona, ^ und bei nicht größerem Troste; beide konnten sich auch inder Regel nicht wohl leiden. An einem kleinen Höschen durfte dasLied: „O Heilger Geist, kehr' bei uns ein rc." nicht gesungen werden,wegen der Stelle:
Laß uns dein' edle Salbungskraft
Empfinden und zur Ritterschaft
Dadurch gestärket werden.
Und ein anderer Hos verwies einem Freiherrn den Ausdruck freund-nachbarlich, und nannte solches eine Begangenschaft. Hätte der Con-cipient gerade an das kräftigere Un — Unthat, Unthier, Unsinn rc.gedacht, wäre Unbegangenschaft noch kräftiger gewesen. Ein gewisserReichsgraf gab sich unter dem Thor einer großen Stadt, weil er in-kognito reisen wollte, den Namen eines Edelmanns, sein bürgerlicher
' O! das sind gutmüthige Fürsten; ich hatte ein Dutzend in meinem Zimmer, undsie waren alle sehr höflich. — 2 Ah, so find ja zwei Souveräne beisammen! — 2 Unterder Regierung u. s. w. — ^ So lange die Republik Venedig bestand, war der hohe Adeldes Gebietes derselben auf dem italienischen Festlande (Verona, Padua u. s. w.) durchseine Armuth und Bedeutungslosigkeit lächerlich.