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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Die Religion ist jedem Denker heilig, sie bietet nichts Lächerliches,aber die Religionen, wie sie die Kirche, die Repräsentantin der Reli-gion, und die Theologen, die Repräsentanten der Kirche, die Dogma-tiker und Schismatiker, die Orthodoxen und Heterodoxen nahmen,wimmeln von Ungereimtheiten. Und wer wollte das Heer der vollen-deten Narren in der Kirchengerichte und alle Aner aufzählen? Werdie Heuchler, genannt Proselyten, die Juden, die um des zeitlichenVortheils willen Christen wurden (auch umgekehrte Beispiele hat manin Holland), die Christen, die Türken wurden, wie Bonneval, oderaus Protestanten Katholiken, nnd umgekehrt wie Pöllnitz, der zu Con-stantinopel auch türkisch geworden wäre, wie die Donau, die zuerstprotestantisch ist, dann katholisch, und endlich türkisch wird. Undwollte Gott, es wäre dabei geblieben; man hätte bloß lachen können;aber die Hierarchie oder Kirche mißbrauchte das Heiligthum als reineheuchlerische Maske der schändlichsten Politik und interessirtestcnHerrschsucht, und selbst protestantische Kirchen, schon durch den lächer-lichen Sekteuhaß zwischen Lutheranern und Reformirten, lieferten ge-hässigen Stoff genug, denn der heilige Geist, der über den Kanzelnschwebte, war nur von Holz.

Nicht mindere Lächerlichkeiten bietet selbst der Gegensatz der Re-ligion, der Atheismus, und hätte man die Sache richtig betrachtet,so hätte man die Atheisten mit ihrem Atheismus weit weniger schwarzund teuflisch angesehen, und Fichte schwerlich Händel gemacht.»Die Tho-ren, die in ihrem Herzen sprechen: es ist kein Gott! waren und sind nieisteitle Philosophen und Skeptiker gewesen, die sich dadurch Ansehen geben,bloß glänzen und disputiren wollten und da mathematische Beweise ver-langten, wo solche rein unmöglich, folglich lächerlich sind, waren aberoft dabei die besten moralischen Menschen. Gott sei Dank! die Moralfällt nicht einmal mit dem Dasein oder Nichtdasein der Gottheit, siesteht aufrecht durch den mathematisch richtigen Satz: Laster macht un-glücklich, Tugend glücklich. Trefflich ist Engels Parabel, die denschwachen Verehrer des L^stoins äo la nature,' mit einem Reisendenvergleicht, der den Schwindel hat, und in die Höhle von Antiparoshinabsteigt, und so lächerlich ist als die Zionswächter, die sich überdas Bewahret undVerwahret herumschlugen, wie Gellert's beideNachtwächter.

Die Religion ist ein lebendiges, im Herzen wohnendes, das ganze

l Das in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts sehr bekannte Werk.eines Atheisten, Baron Hollbach.