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seines Sohnes und der Faustn Gewissensbisse, und christliche Hof-pfaffen versöhnten ihn mit Gott, während heidnische Priester sagten:„Für solche Verbrechen gibt es keine Sühne!" Sein schamloser Lob-redner, Bischof Ensebius, erblickte in den drei kaiserlichm Prinzen(des vierten gemordeten Crispns gedenkt er nicht) den Abglanz derheiligen Dreifaltigkeit, und Lactantius wird schon bei dem bloßenWort Heide giftig wie eine Kröte. Wie besonnen schreibt dagegender nicht christliche Stadtpräfekt Roms, Symmachus, wenn er gleichdie Kaiser vsstra -rotsriütas ' nennt, gegen den Bischof Ambrosiusund den christlichen Dichter Prudentius! Die kaiserlichen DamenHelena und Eutropia wallfahrteten schon nach Jerusalem und bautenKirchen; das ekelhafte Mönchschristcnthnm war schon in vollem Gange,300 Jahre nach Christi Tode. Gute Nacht Weisheit der Heiden.!Die Bettler bauten Kirchen auf, und ein Paar hundert Jahre darauslog man schon systematisch.
Die einfache Religion Jesu war bereits voller Geheimnisse, wasdie Kopfhänger mehrte, und diese Kopfhänger machten mehr Märtyrerunter ihren Mitchristen, als alle Christenverfolgungen der Heiden ge-macht hatten. Der spanische Missionär Valverde, der dem Jnca dieunbegreiflichen Geheimnisse begreiflich machen wollte, indem er ihmsein Brevier reichte, welches der Jnca an sein Ohr hält, und mit denWorten: „Das Ding schweigt," zur Erde wirft, worauf der wüthendeMönch Alles in Waffen ruft, ist das lebendigste Bild jener heillosenIntoleranz, die von Constantin an bis auf unsere Zeiten die Mensch-heit errathen macht. Alle Weisen und Philosophen des Alterthumswaren nur arme Sünder gegen die Vater der Kirche, ihre Tugendennur glänzende Laster gegen die Narrheiten der Krttenheiligen, dennihnen fehlte die Gnade des Evangeliums. Die sanfteste Religionhatte die grausamsten Priester, und noch lange nach der Reformationhörten sich die Laorosanoti so gerne Orthodoxe, als Robespicrreäs franse, 2 nennen. Aus dem Lamme Gottes ging endlichgar der blutdürstige Tiger der Inquisition hervor, und Protestanten,die der Unfehlbarkeit des Papstes spotteten, kämpften für die Un-fehlbarkeit Luthers, der wegen Toleranz nicht berühmt ist. EinNürnberger Pfarrer soll das Abendmahl, in Ermanglung einesKelches, mit einem Löffel ausgetheilt haben: „Nehmet hin und trinket,das ist der Löffel des neuen Testaments!" Luth:r soll darüber ge-lacht, aber doch entrüstet gesagt haben: „Wär' ich die Herren vonr Eure Ewigkeit. — 2 Tyrann Frankreichs.