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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Freund, der ihn bedauerte. Die meisten Mystiker finden sich in derKlasse der Handelsleute, Handwerker und Bauern; höher hinauf, beieinseitiger Kultur, unter Geschäftsmännern und Gedächtnißgelehrtenohne alle Philosophie und höhere Geistesbildung, denn aller Hang zudieser Schwärmerei beruht auf einer gewissen Verstandesschwäche, da-her auch Jäger selbst ihre Hunde, die von der Fährte abschweifen,Schwärmer nennen. Mystiker sind meist finster und zurückgezogen;doch gibt es einen heitern, das Gemüth beglückenden Mysticismus,den Obereit hatte, der lachend die Mystiker nannte: „Leute aus einerandern Welt, denen die jetzige umgekehrt scheint, fast wie gar nichts,wie ihr eigen Nichts!" Wir sagen auch von Bienen, daß sie schwär-men, wenn sie wild durcheinander fliegen, wie die Ideen im Kopfedes Mystikers.

Und wenn wir an die mannigfaltigen Arten Aberglauben, an denStein der Weisen, die Lebenstinktur, die Tiefe der Zahlen, die Geister-erscheinungeu rc. denken, können wir uns wundern über den Glaubenan die komischen Wunder der Heiligen? Das Wunderbare ist dasNatürliche des unbelehrten Verstandes; Kinder sind Aug und Ohr beiAmmenmährcheu, und so auch Erwachsene von lebhafter Phantasieund beschränktem Geiste; das Wunderbare hemmt den Lauf unsererIdeen, und so lassen sich selbst Gebildete mit Willkür täuschen durchRitter- und Geisterromane; es reizt die Phantasie, und diese erhöhteThätigkeit hat etwas Angenehmes. Wunder und Unwissenheit sindgleichbedeutend; Wirkungen, zu denen wir keine Ursachen wissen; aberdas hinderte Millionen Menschen nicht, an Dinge zu glauben, die vor1800 Jahren und länger vorgegangen sein sollten, ohne zu bedenken,daß wir hundert Dinge nicht gewiß wissen, die erst vor Kurzem umuns selbst hervorgegangen sind; sie glaubten lieber völlige Umkehrun-gen der Natur, als daß sie armselige Menschenmeinungen umgekehrthätten, und Wilde beschämten Millionen Christen, die dem Missionärdankten, sich so weit herbemüht zu haben, ihnen zu erzählen, was ervon seiner Mutter gehört habe. „Was? Was?" entbrannte der geist-liche Stolz und Zorn, „ihr haltet heilige Wahrheiten für Mährchen?"„Bruder, du bist schlecht erzogen," entgegnete der Vorderste, „wirglaubten deinen Erzählungen, warum du nicht auch den unsrigen?"

Wir wissen, daß die Kaiserin Agnes einen Kasuisten fragte:Utrum liesrst inter ipsuiu xartorisncki avtum guicl rumiuars xsal-moillm?' „Ja," entschied der Kasuist, „denn es steht geschrieben:

i Ob es erlaubt sei, unter den Gebmtsschmerzen etwas aus Psalmeu zu murmeln?