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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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werke der Theologen und Juristen genähert, wie in späteren Zeiten;sie, die doch so viel Einfluß auf Wohl und Wehe der Gesellschafthatten, hatten gerade am wenigsten Toleranz und freie Religionsan-sichten, die erst die Philosophen Bayle, Leibnitz, Locke rc. stifteten.Der reformirte Pfaffe Jurieu konnte ganz Holland in Aufruhr brin-gen gegen Bayle, vorzüglich wegen seines Artikels David, beiwelchem jetzt selbst Orthodoxe lächeln. Die heiligen Kirchenvaterbeleidigte schon die Parallele zwischen Sokrates und Christus; sieschrieen Blasphemie, wie über die Vergleichungen zwischen Vulkanund Lucifer, Herkules und Simson, Phaeton und Elias, Joseph undHippolitus, Adam und Prometheus, Arion und Jonas, zwischen Eva'sApfel und der Büchse Pandorens, Jephtah's und Jphigcnia's Opfer,zwischen Lykaon und Nebukadnezar, Tantalus und der Hüllen Reich,zwischen Kam und Abcl und Romulus und Rcmus, Moses undBacchus, zwischen dem Apis der Aegypter und dem goldenen KalbeIsraels, zwischen ihrem Manna und der Ambrosia der Olympier,Amor machte eine Doppelnacht, als Jupiter zu Alkmeue schlich, undJehovah einen doppelten Tag, als Josua die Gibconiter metzelte:welches war menschlicher?

Hannibal, welcher dem Prusias, der nichts wagen wollte, weil dieEingeweide der Opfer nichts Gutes prophezeiten, freigeisterisch sagt:„Willst du einer Kalbsleber mehr glauben als einem erfahrenen Ge-neral?" und der Römer, der die heiligen Hühner, die nicht fressenwollten, in's Wasser warf: „Nun, so mögen sie saufen!" wären vonheiliger Inquisition nicht christmildest behandelt worden, vielleicht selbstnicht Epikur, der da sagt: „Es ist nicht gegen die Religion, die Götterdes Pöbels zu läugnen; aber das ist gottlos, sich von Göttern Be-griffe zu machen wie der Pöbel." Hätte sich der göttliche Plato gött-licher ausdrücken können? Und ist es Atheisterei, mit Simonides zusprechen: Huanto äiutius eonsickoro, tanto inilli rss villetur obsauriar.'so war auch Jesaias ein Atheist, der da sagt: „Du bist mir ein ver-borgener Gott." Vanini scheint nichts weniger als Atheist gewesenzu sein, aber etwas heterodox, und so verbrannten ihn die heiligenMänner zu Toulouse, so rührend er auch über die Gottheit vor ihremRichterstuhl sprach, einen aufgehobenen Strohhalm in der Hand; dieUnholden verbrannten ihn 1619, und wir wollen mit 1819 unzu-frieden sein?

Der Unglaube ging aus von dem heiligen Lande Italien, was

i Je länger ich sie betrachte, desto dunkler scheint mir die Sache.