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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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kill, und das so oft, daß endlich die Gläubiger ausspannten, und derMann ins Zuchthaus kam. Wenn man sonst aufs Land ging, soging man auch: unsere Redensart: „Es geht," sollte uns aufs Wortmerken machen, und noch mehr: „Es geht nicht," bevor es wirklichnicht mehr geht. Geht nicht selbst der König zur Armee oder in dasentfernteste Seebad? und g eht nicht der Admiral sogar auf die Flotte?

Die Geräthe von Tannenholz sind in die Gesindcstnbe verwiesen,die man früher gar nicht kannte, so wenig als ein besonderes Speise-zimmer und besondere Zimmer für Herr und Frau, für den HerrnSohn und Fräulein Tochter. Nur Mahagoni- und artistische Mo-bilicn werden geduldet; aber unser Kirschbaumlvlz wäre wahrlichebenso schön, wenn es nur nicht einheimisch und so gemein wäre.Copha und Sana; o hat die Großvater-stühle verdrängt, wie Flügeldas Klavier; w nn auch die Virtnosin kaum ein paar Walzer klinipernkann. In meinem elterlichen, bürgerlichen, aber wohlhabenden Hausegab es noch kein Sopha, das man jetzt bei Handwerkern findet; erstals die Fräuleins heranwuchsen, mußte die Mutter, da der Vaterentschlafen war, ein Sopha anschaffen, wie manche andere Dinge, dieder Vater nach seiner Gewohnheit mit der Elle gemessen hätte. DerErfinder der Sopda's hat die Hälfte der Hörner auf seiner Seele.In den besten, wohl! aber dstcn bürgerlichen Häusern sah man nochkeine Tapeten, noch weniger Kupferstiche, Gemälde und Antikenabgüsse,höchstens die Bildnisse der Eltern und Freunde, und das oft nur an8i!bouMts, welche jetzt von den Kindern in die Rumpelkammer ver-wiesen sind. „Und welcher Scantal, eine Ofenbank!" rief eine inder Hauptstadt verheirathete Tochter; wenn sie erst gewußt hätte, daßPhilosoph Meiners Ofenbänke für Zeichen sklavischer Abkunft er-klärt hat!

Unsere Väter und Mütter wußten noch nichts von Badekurenund Badereisen in jeder Badezeit, höchstens von einem Hausbade imWaschhause, wenn es der Hausarzt verordnete. Jetzt fährt ».an jährlichin Bäder zur bloßen Aufheiterung und Erholung, der Mann oft in einbesonderes und das Weib in ein besonderes Bad. Unsere Voreltern kann-ten nur Geschäftsreisen; jetzt will man Zerstreuungsreisen wegen deshäuslichen Einerlei, und wo gerade Einsamkeit, um sich zu sammelnund zu bekennen: „Ich habe gesündigct!" und die strengste Oekonomienöthig wäre, macht man sogar echte Betänbungsreisen. Alte Chro-niken liefern Wirthsrechimngcn reisender Potentaten von wenig Tha-lern; jetzt brauchen wandernde Schuster und Schneider oder gar die