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rettet, daß ich ihm heilig versprach, er solle seine 200 fl. und zwareuir, Interesse ' in meinem Testamente finden, die ich ihm eher gönne,als lachenden Erben, und ich werde Wort halten. Ich erinnere michmit Vergnügen, daß noch mit meinen Großeltern die Mägde zn Tischesaßen; an ihrem ganzen Leibe war gewiß kein Seidcnfaden zn finden;t indessen jammerte doch der Pater Abraham zu Wien, daß der Atlas,der sonst die ganze Welt getragen habe, jetzt von jedem Stubenmäd-chen auf dem Rücken getragen werde. Jetzt nimmt man sogar An-stand, die Kinder in die Schule zn schicken; wo möglich muß ein eigenerHauslehrer gehalten werden. „Sie haben einen Hauslehrer angenom-men?" fragte ich eine AmtSdame. „Ja, einen Hofmeister!" sagte sieschnippisch.
Jni Mittelstand sah man nur Sonntags Braten auf dem Tische,nur Sonntags gab es Kaffee und Semmel zum Frühstück, und in derWoche nur Wassersuppe, worüber allenfalls die Mama bei guterLaune Milch goß; jetzt ist alle Tage Sonntag. Kam Besuch, sogab es wohl eine Schüssel weiter, aber keine Traktamcnte wie jetzt,zweierlei Gemüse, zweierlei Braten, Fisch und Krebs, zweierleiAuflänfe, süße und saure, und statt des Obstes oder gedörrter Nüsseund Zwetschen — Znckcrgebackcncs, Cröme, fremden Wein, Punsch,und Spiel. Unsere Alten waren sparsam und doch gastfrei; wir lassenmehr auftragen und traktiren, damit man davon rede und das Silbersehe, worauf es vorzüglich einen, gewissen Gehcimerath ankam: „Wennich dies wichtige Geschäf; geendet habe," sagte er mir, „gebe ich eingroßes Diner, Sie müssen auch kommen." Natürlich kam ich nicht.Das Nllerwidrigste bei solchen Mahlen, die sonst nur Fürsten gaben,ist mir die Rede der eiteln Hausfrau: „Sie müssen eben mit Haus-mannskost vorlieb nehmen!"
Wo sonst ein Reit- oder Dienstpferd war, das nebenher dieViehmagd versehen mußte, ist jetzt noch eine Equipage mit einemJohann, den der Herr lange nicht so oft ruft als Madame. Söhne undTöchter, wenn sie wohin wollten, wußten nicht anders, als daß sieden Weg unter die Füße zu nehmen hätten, und die Söhne aufSchulen erhielten statt Pferd oder Wagen einen Boten, der ihreschwarze Wäsche und Kleidung zu tragen und sie zu begleiten hattein die Ferien. Der höchste Wunsch einer Amtsdame, die durchausihre Stellung vergaß, war schöne Equipage, statt des einfachen Dienst-pferdes,, nm rufen zu können: „Johann, spann ein!" Johann spannte
i Miit Zinsen.