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schallende Ohrfeigen und unterscheiden sich nur dadurch von jenenKämpfern, daß, wenn diese einmal auf deni Hintern sitzen, sie auch daraufsitzen bleiben. Ein deutscher General wies einen jungen dummdreistenHerausforderer zurecht: „Junger Mann, seit mehr als zweihundertJahren lacht man über Don Quixote's Kampf mit Windmühlen; manwürde ebensosehr über meinen Kampf lachen mit einem Windbeutel."Heinrich IV- fertigte siebentausend Gnadenbriefe aus für Duellanten;das Ansehen eines Edelmannes richtete sich nach der Anzahl der Er-stochenen, und man kann es unter das anerkannt Gute der Duellerechnen, daß sie die Zahl der Edelleute verminderten.
Wir Deutsche sind in diesem Punkte um Vieles vernünftiger ge-worden, während die Britten sich noch herumschießen, wenigstens boxen,selbst Damen; noch 1798 schoß sich Pitt mit Tierney herum, und noch1809 Castlercagh und Cauning; zwei andere Britten schlugen sich aufCourierveitschen! Noch kenne ich kein Beispiel von deutschenRepräsentanten; jedoch ist mir eine Herausforderung bekannt, bei deres auch geblieben ist ohne Blutvergießen; sie machen die Sache liebermit der Feder aus, und das läßt sich allenfalls hören, wenn auchnicht lesen. Vielleicht kommt das Boxen dafür in Gang. Johnsonboxte trefflich, und ich habe schon oft gewünscht, daß es deutschen Ge-lehrten verstattet würde, wie in der Armee das Duell noch hie undda, um dadurch ihre spitzen oder groben, plumpen Federn im Zaumzu halten. Wie mancher junge unverschämte Recensent würde da zuHause bleiben! Mau könnte Gelehrten, folglich auch Studenten, allen-falls erlauben, sich auf Pistolen zu schlagen, aber mit Dinte gefüllt,oder wenn sie durchaus Löcher machen wollen, die alten Landesvätereinzuführen, wenn Papa und Mama nichts gegen die Löcher im Huteeinzuwenden haben.
Also Duell in der Armee! Das Ding scheint mir eine doppelteSeite zu haben. Religion und Vaterland wirken weniger stark alsdie Ehre; der Ehrenpunkt macht mir im Umgänge das Militär lieberals daS Civile; es ist höflicher, vorsichtiger, abgemessener, und machtdie Subordination fast zur bloßen Coordination. Wie oft muß nichtder gebildete Civilist von Kopf und Herz den Unterschied fühlen, denseine Vorgesetzten machen, während der General dem Lieutenant außerdem Dienst gar nichts davon fühlbar macht. In unsern Duodezre-gierungen war dies doppelt ekelhaft, aber doppelt schärfer genommen;der Civilist mußte bei Beleidigungen schweigen, oder sich hinter elendeJnjurienprozesse stecken, wenn er so unklug war, die weitere Beförde-