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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Männern, denen man bereits Stock, Hut und Hosen abgenommenhatte.

Im Oesterreichischen war große Perrückenherrschaft bis auf Josepb, der gar wenig auf Perrücken hielt, obgleich Jemand bei seinerGcbnrtsfeier eine Perrücke illnminirte, aus deren Beutel ein Kindhcrvorsah, mit der Umschrift: „An dieser Perrlick hängt OesterreichsGlück!" Aber im englischen Parlamente' herrschen noch heute dickeWolkenperrücken; daher es in gar manchen Stücken dort weniger hell.ist als in Frankreich und selbst bei uns. Am längsten hielten sichPerrücken bei den wohlwcisen und wohlsürsichtigen Regenten derReichsstädte; denn selten oder nie haben Perrücken Neuerungen an-gefangen in Staat und Kirche, daher es mich wunderte, daß zur Re-volutionszeit kein Befehl erging, die Perrücken wieder hervorzustechen;vielleicht gedachte man der Ehrengcistlichkeit, die in der Perrücke so-gleich stößiger war als in der Nachtmütze; die Bockshaare mögenSchuld gehabt haben, denn wirklich sind doch mit den Perrücken dieBocksstöße so gut verschwunden als die Perrückenstöcke. Die Philo-logen künftiger Jahrhunderte werden sich nicht wenig die Köpfe zer-brechen über die Adresse eines Berliner Friseurs an einen Collegen,der meist Laudgeistliche unter seinen Kunden zählte, L LIr. U. Uitrissur äs la garolo äs Oiou. ^

Nicht alle konnten ihre Kahlheit wie Cäsar mit Lorbeeren bedecken,mit Perrücken ging es leichter, und der Einfall jenes Perrückiershatte Sinn, der bei einer Illumination die Staatsperrücke des HerrnBürgermeisters ans Fenster setzte mit dem Motto:

Wer zählt' die Haar' an diesem Stutz?

So viel Jahr leb' Er unter Gottes Schutz!

Mittelst der väterlichen Beutelpcrrücke correspondirte das verliebteTöchterchen: der Friseur steckte früh das Bricfchen in den Beutel, indem es der Papa den ganzen Tag herumtrug, Abends holte es dasTöchterchen heraus und legte die Antwort hinein. Nie wird es derWelt an Köpfen mit Perrücken fehlen, und nie an Weibern, die zufalschen Haaren ihre Zuflucht nehmen, was aber keine Perrücken, son-dern bloße Touren sind. Die Damenperrückchen haben sich zwar ver-loren, aber jene falschen Locken sind noch, und Gott gebe, daß siedas einzige Falsche am Geschlecht sein mögen. Die alten Zecher

* Nämlich als Amtskleidung des Sprechers (des Präsidenten) im Unterhause und desLordkcmzlers (des Präsid nten) im Oberlmuse, sowie bei den funqirenden Räthen undAdvokaten des höchsten Gerichtes (KiQZsdeQed). — 2 Friseur des Wortes Gottes.