Band 
[Siebenter Band. - Achter Band.]
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bekränzten sich mit Rosen und Epheu; sie sollten die Trunkenheit ver-hindern; wir bekränzen uns mit Pcrrückcn, und ich habe die Ehre,zu versichern, daß meine Perrückcusammlnng, die ich unter eine froheTischgesellschaft zn Zeiten vertheile, wobei man jede halbe Stunde diePerrücken wechselte und dadurch ganz neue Gesichter hervorbrachte,mehr Spaß machte als der Kasperle. *

VIII.

Der Schluß.

Wir haben eine Geschichte der Hüte, der Mantel, der Degen,des Bartes, der Perrücken, der Kopfzeuge; beinahe alle Garderoben-stücke haben ihren Geschichtschreiber gefunden, nur nicht das Haupt-symbol der Männerhcrrschaft, der Theil der Kleidung, der den Gangso sehr erleichtert, den Körperumriß verschönert und den kleinen Gott,der hier sitzt, vor Entweihung schützt — die Hosen! Es sei mir erlaubt,diesem Hauptkleidungsstück, nach welchem eigentlich die Männer hättengenannt werden sollen, und nicht nach dem Hute (oü-ixsau), den jaauch Weiber tragen öffentlich (die Hosen nur heimlich), einige Seitenzu widmen, nachdem ich noch zuvor mein Bedauern bekenne, daßdurch die Mützen der Beobachter viel verloren hat. Die Position desHutes, rund oder dreieckigt, lehrte Vieles; aber ich begreife den Vor-zug der Mützen, da es so schwer war, die Köpfe unter einen Hut zubringen, es bei gar Vielen unter dem Hute nicht richtig, und dasunterm Hute spielen schon zu lange getrieben war, auch den WeibernMützen an Männern lieber sein müssen, da sie weit lieber einenHut aufhaben als eine Haube, und es mit dem Fingerhut ohnehinaus ist, und man sich höchstens noch an den Zuckerhnt hält.

Die lieben Erzvater trugen keine Hosen, und Svkrates und Chri-stus wußten ebenso wenig davon als Pins Aeneas, Cicero, Pompejnsund Cäsar; die Bergschotten und alle Völker der Natur tragen noch

1689. Nicoläi über den Gebrauch der falschen Haare und Perrücken mit 66 Kupfern.Berlin 1801. 8. Geschichte des männlichen Bartes, aus dem Französischen von Schelle.Leipzig 1797. 8.