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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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den Philosophen; aber ebenso wahr ist: Kleider machen Leute. DerGar?on schnarrt dem schlichten Ueberrocke sein: „Schon All besetz:!"zu, aber dem Modefrack vielleicht: „Ihr Gnaden," wie das Zebrazu Paris dem Esel in seinem einfachen Naturkleide einen Tritt vorden Hintern gab, so wie er aber L In Zebra gefärbt miede.' kam, ihnrecht gern auf seinen Rücken nahm. In den Augen männlicher undweiblicher Zebra's ist ein Privilegium des Modeschneiders mehr alsein Privilegium des Kaisers, obgleich Jesus die Pharisäer übertünchteGräber nannte, und das spanische Sprüchwort viel für sich hat: Lnlos xoiuxosos xaunos bai umhöre» sngauuos. * Forderte nicht schonAdam, ehe er auf die Frage: Adam, wo bist du? antwortete, einKleid? Lasset den innern Menschen durch die größten Weisen allerund neuer Zeit seinen Zuschnitt erhalten haben, er gilt in der Weltkaum halb, wenn Meister Schneider nicht die letzte Hand an ihn legt;Kleider und Schneider sind Reime, und für viele Ohren die ange-nehmsten.

Bei den Banianen ist der Kuhschwanzorden, bei den Pelew-Jnsn-lanern der Knochenorden, bei den Hottentotten der von der Urinblaseso ehrenvoll als bei uns das goldene Vließ, das blaue Hosenband,der schwarze Adler u. s. w. Der Pfauenschwanz ist in China diegrößte Auszeichnung, und eine Beschwerde Macartney's machte, daßein Pfauenschwanz zum Krähenschwanz dcgradirt wurde. Die Nege-rinnen tragen die Zeugungstheile Erschlagener so unbefangen am Halseals unsere Damen die Medaillons ihrer Geliebten, oder die Schäfervon Markgröningen die schafledernen Hosennesteln. Alle sind stolzdaraus, wie Blanchard gewesen sein würde, wenn man einen Lust-ballonorden errichtet hätte.

Unsere Zeit nähert sich höchst erfreulich der Einfachheit der Naturund den Alten; die Gesundheit selbst ist bei unsern Damen mehr Modegeworden: sie lispeln und trippeln weniger als sonst, zieren sich wenigerim Essen und Trinken, und in der Hauptsache am allerwenigsten;wenn es die Mode will, können sie Alles ertragen, wie Bauern ihrePelzkappe in den Hundstagen. Ueber unsere rund abgeschnittenen,ungepuderten Haare kann sich Niemand beschweren, als die brodlosenPudergötter, deren einer auch zur Warnung Absalon am Baum hängendin seinen Schild malen ließ: „O Absalon, hättest du eine Perrückegetragen!" — mit einem Tituskopf wäre er auch nicht hängen gebkie-

r In den prächtigen Kleidern sitzt gröberer Betrug.

DcmokritoS. VIII.

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